Category: Aktuelles

3. internationale eupax Tagung 2019


3. Internationale eupax Fachtagung „Im Dialog – aus der Praxis für die Praxis“

Zum Tod von Burkhard Oelemann

Am 21.02.2019 ist Burkhard infolge einer schweren Erkrankung gestorben. Zwischen der Diagnose und seinem Tod lagen genau acht Wochen. Er starb kurz vor seinem achtundfünfzigsten Geburtstag.

Wir verlieren einen langjährigen Weggefährten und Mitbegründer der Gewaltberatung.

In Gedanken an viele gemeinsame Erlebnisse bin ich in stiller Trauer

Joachim Lempert

„Wenn die Umstände passen, sind wir Menschen in der Lage zu töten…“

Angesichts der zunehmenden Terrorattacken im europäischen Raum suchen wir nach Erklärungen für diese Phänomene. Auf einer dieser Suchaktionen bin ich im Netz auf das u.a. Interview mit  dem Psychotherapeut Jan Ilhan Kizilhan gestoßen. Er behandelt Frauen und Kinder, die in den Fängen des „Islamischen Staats“ waren.

Ein Gespräch über Täter, Opfer und die Abgründe der menschlichen Psyche.

Auszüge aus dem INTERVIEW von Spektrum.de mit Professor Kizilhan (hier klicken):
„Man muss leider ganz klar sagen: Wenn die Umstände passen, sind wir Menschen in der Lage zu töten. Ich bin der Ansicht, dass sich, wenn wir wieder eine Diktatur in Deutschland hätten, auch heute noch ausreichend Leute fänden, die bereit wären, für das Regime zu foltern und zu morden.“

Ein Gespräch über Täter, Opfer und die Abgründe der menschlichen Psyche mit Jan Ilhan Kizilhan
(Professor an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Villingen-Schwenningen und medizinisch-psychologischer Leiter eines Projekts des Landes Baden-Württemberg, das mehr als 1100 überwiegend jesidischen Frauen und Kindern, die in IS-Geiselhaft waren, eine kultursensible Traumatherapie ermöglicht.)

„Wir alle haben ein Potenzial für Gewalt und eines für Liebe. Welches wir nutzen, hängt von vielen Faktoren ab. Töten wir einen Menschen, müssen wir unser Handeln rechtfertigen. Dafür dient eine Ideologie, sei sie religiöser, ethnischer oder nationalistischer Natur. Ich habe mit einem Mann gesprochen, der mit seiner Frau und seinen zwei Kindern von Bosnien nach Rakka gezogen ist, um sich dem Heiligen Krieg anzuschließen. Tagsüber köpfte er Menschen und vergewaltigte jesidische Mädchen, abends war er ein fürsorglicher Familienvater, der seine Kinder liebte, wie ich meine.“

WAS SIND DIE MOTIVE?
„Es gibt immer Personen, die nach Ordnung suchen und es als große Erleichterung empfinden, wenn andere ihnen sagen, was zu tun ist. Sie gehorchen, wenn sie dafür ausreichend belohnt werden. Manchen Menschen bereitet es zudem regelrecht Freude, andere zu erniedrigen und zu quälen. Außerdem wissen wir aus verschiedenen Studien, dass Menschen, die misshandelt worden sind, später häufig selbst zu Gewalt neigen. Aber einige der Täter sind sozial und biografisch völlig unauffällig. Sie sind zuvor weder aggressiv in Erscheinung getreten noch waren sie selbst Opfer von Gewalt.“

wb

2. internationale eupax Tagung 2018

2. Internationale eupax Fachtagung am 04. – 06.05.2018 in Ludwigshafen / Mannheim
für Gewaltberater_innen Phaemoberater_innen -therapeuten_innen

Open Space – Raum und Zeit für Deine Themen

  • Die Tagung lebt von Deinem Interesse und Deinem Know-how
  • Bring ein, was Dich interessiert
  • Lass Dich durch Erfahrungen und Erkenntnisse bereichern
  • Genieße Kontakt und Begegnung

1. Internationale eupax Fachtagung „Im Dialog – aus der Praxis für die Praxis“ 19. – 21.05.2017

für

  • Gewaltberater_innen
  • Phaemoberater_innen
  • Phaemotherapeuten_innen

Im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen / Mannheim

19. – 21.05.2017

eupax-tagung-2017

eupax Tagung der Phaemoberater_innen und Gewaltberater_innen

Download eupax Tagung-2017

Khane-ye doust kojast? (Wo ist das Haus meines Freundes?) (1987)

Ein wunderbarer Film über Jungefreundschaft und -beharrlichkeit.
Eine Schulklasse mit strengem Lehrer und verschüchterten Kindern. Ein Knabe hat bereits zweimal das Schulheft vergessen, ihm droht Bestrafung. Ein anderer hat aus Versehen sein Heft mit heim genommen: Um die angekündigte Strafe abzuwenden, macht er sich gegen die Bedenken seiner Mutter auf ins Nachbardorf. Fast der ganze Film handelt vom Überqueren des Bergs, der die Dörfer trennt, vom Verlieren des Wegs, vom Suchen des Hauses, von vergeblichen Fragen, vom Durchirren des Nachbardorfs, von wachsender Sorge, Verzweiflung und von der Unbeirrbarkeit eines Knaben, einem anderen, der sein Freund ist, zu helfen.

Ein Schlüssel zum iranischen Kino und ein Film, dessen Pracht in seiner Schlichtheit und dessen Intensität in seiner Ruhe beschlossen ist. Koker, ein Bergdorf im Norden des Iran.

 

Aus dem Programm des Österreichischen Fimmuseums.