Tag: Gewaltberatung

eupax Tagung 2018

Terminankündigung für die eupax Tagung 2018:

04. – 06.05.2018 in Ludwigshafen / Mannheim für Gewaltberater_innen, Phaemoberater_innen und -therapeuten_innen.

 

Echte Männer reden – Fachforum 2017, Münster

Die Chancen der Beratung von Männern in Krisen und bei Gewalttätigkeit

Vor über zehn Jahren entstand in einigen örtlichen Caritas- und Fachverbänden die Idee, im Themenfeld der häuslichen Gewalt ein neues Angebot zu schaffen. Nicht für die Opfer, sondern für die Täter. Das wurde an mancher Stelle begrüßt, an anderer Stelle hat dies zu Irritationen und Befremden geführt.

Seit zehn Jahren gibt es nun dieses Angebot, das sich als Netzwerk Krisen- und Gewaltberatung für Jungen und Männer im Bistum Münster etabliert hat. Die Beratungsarbeit begann zunächst in Münster, dann in Hamm und Herten und mittlerweile an sechs Standorten im Bistum Münster. An allen Standorten engagieren sich die Träger neben ihrer Beratungsarbeit in Gremien und bei runden Tischen, bilden Netzwerke und gehen Kooperationen ein.

Mit diesem Fachtag laden wir die Kooperationspartner und Netzwerke der örtlichen Ebene ein, einen Blick auf die Arbeit mit Jungen und Männern in Krisen- und Gewaltsituationen zu werfen. Wir freuen uns, mit Björn Süfke einen ausgewiesenen Fachmann gewonnen zu haben, der uns die Schwerpunkte der aktuellen gesellschaftlichen Diskussion vorstellt und uns den Tag über begleiten wird. Die Netzwerkpartner stellen sich und die Grundlagen ihrer Arbeit vor und berichten aus der Praxis.

Wir sind daran interessiert zu erfahren, was Sie in Ihren Diensten und Einrichtungen zum Thema bisher erlebt haben, welche Bedarfe es vor Ort gibt und wie die Netzwerkarbeit weiterentwickelt und vertieft werden kann.

Krisen- und Gewaltberatung für Jungen und Männer verstehen wir auch als einen Beitrag zum Opferschutz und zur Verhinderung weiterer Gewalt in Beziehung, Partnerschaft und Familie.

Phaemoberatung – Schwerpunkt Gewaltberatung: Weiterbildung für Frauen

Beginn der nächsten berufsbegleitenden Weiterbildungsgruppe Phaemoberatung – Schwerpunkt Gewaltberatung für Frauen ist vom 02.10.2017. Der erste Baustein ist in der Nähe von Salzburg, die weiteren Bausteine finden in den Ländern der Teilnehmerinnen statt. Die Leitung des Seminars hat Joachim Lempert vom Institut Lempert.

1. Baustein: Sozialisation / Selbsterfahrung

2. Baustein: Wahrnehmung und Kommunikation

3. Baustein: Kontakt / Eskalation und Deeskalation

4. Baustein: Krise / Krisenintervention

5. Baustein: Opfer – Dynamik, empathisches Begleiten

6. Baustein: Täter_innen – Gewaltkreislauf, Konfrontation

7. Baustein: Abschied / Abschlusskolloquium

 

  • 6 Bausteine á 5 Tage und
  • 1 Baustein á 7 Tage
  • als 2 jährige berufsbegleitende Weiterbildung
  • die Teilnehmer_innenzahl ist auf 16 begrenzt
  • findet in festen Gruppen statt
  • in Seminarhäusern in Österreich, Deutschland und der Schweiz

Bei Interesse laden wir Sie gern zu einem – für Sie völlig unverbindlichen und kostenlosen – Vorsgespräch ein, um Ihnen die Weiterbildung vorzustellen.

2. internationale eupax Tagung 2018 – save the date –

04. -06.05.2018 in Ludwigshafen

1. Internationale eupax Fachtagung „Im Dialog – aus der Praxis für die Praxis“

für

  • Gewaltberater_innen
  • Phaemoberater_innen
  • Phaemotherapeuten_innen

Tagung zu den aktuellen Themen unserer Arbeit.

Download eupax-Tagung-2017

 

 

 

 

10 Jahre Streetlife / 10 Jahre euline – Erfolgreiches eupax-Treffen in Wolfsburg

Das Herbsttreffen der eupax_euline fand diesmal in einem außergewöhnlichen Rahmen statt. Zunächst waren die TN unseres Treffens Gäste bei der Jubiläumsfeier von  `Streetlife`, einem Vorzeige`projekt` zur Kriminalprävention der Stadt Wolfsburg, das schon lange durch seine belegbaren Erfolge den Charakter eines Projektes verloren hat und zu einer festen Instanz in dem Bemühen der Wolfsburger um ihre Jugendlichen geworden ist. Zahlreiche Repräsentanten der Stadt Wolfsburg, u.a. auch der Polizeipräsident und weitere Behördenvertreter_innen , machten diese Veranstaltung zu einem vollen Erfolg für die Initiatioren. Dies ist insbesondere unseren beiden Gewaltberatungskollegen in Anbetracht ihres Engagements von Herzen zu gönnen. Zudem haben sie sich ´sehr ins Zeug gelegt`, um diese Veranstaltung zu planen und mit starkem persönlichen Einsatz durchzuführen. Der Vortrag von J. Lempert mit dem Thema „Denken, Fühlen, Handeln – Männer in der Krise“, in dem es schwerpunktmäßig um die Grundlagen für das Gelingen von Veränderung geht, sowie weitere Beiträge zur sexualisierten Gewalt (Th. Hölscher) und zu den Rahmenbedingungen, personellen Ressourcen, dem Arbeitsansatz und den Schwierigkeiten einer Gewaltberatungspraxis im Rahmen eines Heimes für sexualisiert gewalttätige Jugendliche (kjg ebener, Bordesholm) machten diesen Tag auch für unsere TN zu einem attraktiven Event.

Am darauffolgenden Freitag würdigten die TN dann das 10-jährige Bestehen der Täterhotline euline. Am Vormittag trafen wir uns mit örtlichen Vertretern_innen aus Justiz, Polizei und Bewährungshilfe zu einem Fachgespräch mit dem Thema „Entwicklung oder Stillstand – Gewalt verhindern“, in dem es darum ging auszuloten, welche Wege eine funktionierende Kooperation von staatlichen Institutionen und professionellen Beratungseinrichtungen für gewalttätige Männer und Frauen braucht. Mit großer Freude können wir auf einen lebendigen, engagierten und informativen Austausch aller Beteiligten zurückblicken, der nicht nur bestehende Informationsdefizite beseitigen konnte und für eine verstärkte Publizität unseres Verbandes und unseres Arbeitsansatzes sorgte, sondern auch lebhafte inhaltliche Diskussionen aufwies, die unsere Erwartungen an dieses Treffen weit übertrafen.

Umso unerfreulicher war die Erfahrung, dass zu dem von uns für den im Anschluss geplanten und per Pressemitteilung angekündigten Gespräch mit Vertretern_innen der Presse niemand erschien. Angesichts des tags darauf in der örtlichen Zeitung erschienenen Kurz-Artikels zu der `Streetlife`-Veranstaltung, der von Mitarbeitern dieser Einrichtung nur mit einem resignierten Schulterzucken quittiert wurde, können wir vielleicht auch froh sein, dass wir von derartigen Presseerzeugnissen verschont blieben; nicht immer sind sie unserer Sache dienlich.

Mit einem derartigen Desinteresse an unseren Aktivitäten von Seiten der Medien vertraut, wandten wir uns am Nachmittag den aktuellen Themen für unser eupax_euline-Verbandstreffen zu. Diese wurden im Vorfeld von Gewaltberatern_innen sowie Tätertherapeuten_innen aus Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Deutschland, die maßgeblich an der Arbeit und der Fortentwicklung des Arbeitsansatzes der eupax interessiert sind, vorgeschlagen und gesammelt.

Da das Protokoll zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Beitrages noch nicht vorlag, kann auf die wesentlichen Ergebnisse dieses Treffens noch nicht eingegangen werden. Dies wird in der nächsten Zeit nachgeholt.

Wolfgang Brandt

eupax Beratungsstelle Hildesheim