1. Internationale eupax Fachtagung „Im Dialog – aus der Praxis für die Praxis“ 19. – 21.05.2017

für

  • Gewaltberater_innen
  • Phaemoberater_innen
  • Phaemotherapeuten_innen

Im Heinrich-Pesch-Haus in Ludwigshafen / Mannheim

19. – 21.05.2017

eupax-tagung-2017

eupax Tagung der Phaemoberater_innen und Gewaltberater_innen

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2 Kommentare

  1. 1. Internationale eupax Fachtagung – mein persönliches Highlight!

    Ein wenig aufgeregt und unsicher (immerhin hatte ich mich mehr als 1 Jahr ‚ausgeklinkt‘), jedoch neugierig auf das, was mich an Neuem erwartet, fuhr ich gen Ludwigshafen. Natürlich auch in stiller Vorfreude auf die ‚alten Kämpen‘, mit denen ich viele Jahre in der eupax zusammengearbeitet hatte. Schon im Zug, kurz vor der Ankunft, eine freudige Überraschung: bekannte Gesichter (mit den dazugehörigen Menschen) aus dem hohen Norden. Die sich anschließende herzliche Begrüßung à la Rolf auf dem Bahnhof beseitigte schließlich sämtliche Restzweifel oder Unsicherheiten. In den nächsten Stunden des Ankommens und Begrüßens durfte ich immer wieder – mit zunehmender Wärme im Herzen – einen der treuen Weggefährten begrüßen, mit denen ich nicht nur gearbeitet, sondern auch so manches Glas Wein geleert hatte.

    Angesichts der immer zahlreicher eintreffenden Teilnehmer_innen wuchsen meine Neugier und meine Vorfreude auf das Kommende. Die vielen ‚neuen Gesichter‘, etliche davon Jahrzehnte jünger als ich; zum ersten Mal im Rahmen der eupax mit einer so großen Gruppe von Phaemoberaterinnen und –therapeutinnen zusammen (etwa die Hälfte der TN waren Frauen) – meine Hoffnungen und Erwartungen an dieses Wochenende, meine Arbeitsmotivation neu zu entfachen, Neuigkeiten zu erfahren, mich auszutauschen und interessante Anregungen mitnehmen zu können, bekamen angesichts dieser unerwarteten Ressourcen neue Nahrung. Umso mehr, als ich freudig und mit großer Erleichterung feststellte, dass es einfach war, in Kontakt zu treten; dass ich mich wieder im Kreise von Menschen befand, die ‚meine Sprache sprechen‘, die sich sofort in ein Thema einhören und einklinken konnten, ohne dass es großer Erklärungen bedurfte.

    Derart emotional präpariert lernte ich zum Start der Tagung nicht nur den Leiter und Moderator Peter Bauer kennen, sondern auch eine für mich neue Arbeitsmethode ( ? ) Kompetent und ausführlich wies uns Peter in diese Arbeitsweise ein, einigen offensichtlich zu detailliert, wenn ich das ‚Füße-Scharren‘ und zunehmende Gemurmel richtig interpretiert habe. Das Bedürfnis der Teilnehmer_innen nach Inhalten, nach fachlichem Austausch und danach, die Zeit effektiv zu nutzen, trat hier deutlich zutage. Auch ich brannte darauf, endlich loslegen, endlich in die eigentliche Arbeit einsteigen zu können. Im Nachhinein zeigte die Vielfalt der eingebrachten Themen, die Dichte und die Intensität der Gespräche in den Arbeitsgruppen der folgenden Tage sowie die daraus folgenden Resultate, dass uns Peter mit dieser Methode den Raum und einen Rahmen gegeben hatte, möglichst vielen Interessen und Bedürfnissen gerecht werden zu können. Dies wurde auch in der gemeinsamen Bilanz zum Ende der Tagung zum Ausdruck gebracht. Mit dem dringenden Wunsch nach einer Wiederholung. Aktuell immer wieder berührend für mich und auch ein passendes Bild für mein Erleben währende dieser Tage, war die Offenheit im Umgang mit dem eigenen Gefühlsausdruck selbst in dieser Runde.

    Bleibenden Eindruck hinterlassen hat bei mir die Arbeit in einer Gruppe zum Thema ‚Geschlechtersensibilität‘ und verstärkte meine Meinung über einen notwendigen Diskurs zwischen Frauen und Männern, einen Austausch über die jeweilige Verknüpfung von Sprache und Denken auch in Hinblick auf unsere Arbeit. Nicht nur insofern bin ich der starken Präsenz von Frauen in unserem Beraterkreis sehr dankbar. Auch der offene Meinungsaustausch mit Beratern_innen der jüngeren Generation verblüffte mich angesichts des konfrontativen Potenzials, brachte mich zeitweise in Argumentationsnot und stellte meine Selbstsicherheit auf den Prüfstand. Gleichzeitig spürte ich, wie sich gerade diese Kontakte verdichteten und neue Beziehungen möglich machten. Von wegen ‚alter Hase‘! Dieser Austausch, auch mit Jüngeren, ist dringend notwendig, initiiert und begleitet Klärungsprozesse, öffnet Türen in neue, unbekannte Bereiche und verbindet über Grenzen hinweg.

    Die zahlreichen neuen und alten Kontakte wurden zwischen den Arbeitsblöcken und in den Abendstunden fleißig weiter gepflegt. Selbst die Essenszeiten wurden genutzt, Gespräche fortzuführen oder Herzensthemen mit Vertrauten auszutauschen. Mein Schlafbedürfnis reduzierte sich seltsamerweise bei erhöhter Wachheit in den Arbeitsphasen, gewohnte Müdigkeitssequenzen blieben aus. Offenbar funktioniert der Energieaustausch, die Belebung durch Frisches, Neues, Unbekanntes. Ich hoffe, ich kann diese Energie für längere Zeit speichern. Zumindest bis zum nächsten Jahr.
    Denn es gibt schon einen Ausblick auf eine Neuauflage am Wochenende vom 4.- 6. Mai 2018.

    Mein Dank gilt den Initiatoren und Organisatoren dieser erfolgreichen Veranstaltung.

    Wolfgang Brandt
    eupax Beratungsstelle Hildesheim

  2. Kommentar

    Inhaltlich hat mir der Fachtag super gefallen. Mich mit anderen über deren und meine Erfahrungen in der alltäglichen Arbeit auszutauschen oder aber bestimmte Themen/ Begriffe zu besprechen war und ist eine Herzensangelegenheit von mir.
    (z. B. Metaebene oder derivate Gefühle) Dieses traf voll zu.
    Alte Bekannte wiederzusehen und neue Bekanntschaften zu knüpfen, verloren gegangene aufzufrischen, war mir ein Vergnügen.
    Das Konzept vom Open Space sagt mir zu, da es eine Struktur bietet, welche den Teilnehmern große Freiheiten lässt; sei es für das Einbringen von Themen, sei es für die Teilnahme an den einzelnen Kleingruppen.
    Dass Joachim als Teilnehmer anwesend war, habe ich als entlastend und passend wahrgenommen.

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