Tag: Luxemburg

2014

Liebe Kollegen,
Liebe Leser,

Ich wünsche euch/uns ein erfolgreiches und friedliches neues Jahr.

Während unserem letzten Eupaxtreffen in Mainz, hatte ich mir ja vorgenommen, erneut hier tätig zu werden, sprich mich an dieser Stelle zu Wort zu melden.

Neben den guten Vorsätzen, ist ja Sylvester und Neujahr auch die Zeit der Bilanzen und Rückblicke.
2013 war gewaltberaterisch gesehen eher ruhig. Anfang des Jahres hatte ich noch etliche Beratungen am Laufen, welche aber alle, bis auf eine beendet sind.

Insgesamt waren es 5 Klient_innen, die den Weg in meine Praxis gefunden hatten. Zwei kamen durch Mundpropaganda und zwei über die Euline zu mir. Ich mache eigentlich keine Werbung für meine Praxis, wenn ich mal meine Facebookpräsenz vernachlässige.
www.facebook.com/Phaemopraxis.Letzebuerg

3 Klient_innen hatte ich noch von 2012 übernommen; 2 Frauen und ein Mann. Eine Frau hat die Beratung abgeschlossen und eine hat nach einem Jahr abgebrochen. Sie war so zusagen rückfällig geworden und zu tiefst enttäuscht – von mir und unserer Arbeit. Leider gab sie mir und sich selbst keine Gelegenheit dies zu besprechen. Ich denke, dass sie unter einer BorderlineStörung leidet!?
Der verbleibende Mann kam phasenweise regelmässig und dann aber genauso unregelmässig; er meldete sich immer wieder, mit den verschiedensten Erklärungen und Entschuldigungen, ab. Dann bat er, mitte des Jahres, um eine Pause und meldete sich tatsächlich am Ende des Jahres, um die Beratung wieder aufzunehmen. Wir sehen uns jetzt in einem 14- täglichen Rythmus.

Dann hatte ich 2 neue Klienten; zwei Männer, einen Deutschen, mit türkischer Abstammung und einen Luxemburger mit italienischen Wurzeln. Beide Male war die Ehefrau das Opfer. Beide Männer wurden mir über die Euline vermittelt.

Leider erwuchsen aus diesen kurzen Kontakten keine längerfristigen Beratungen. Erster brach die Beratung nach 2 Sitzungen ab, angeblich aus finanziellen Gründen!?
Beim zweiten kam keine tragfähige Beziehung zustande. Obwohl wir nur 4 Treffen hatten, zogen sich diese zeitlich sehr lange hin.(Terminverschiebung u. Urlaub) Letztlich war er mir sehr feindlich gesonnen und machte mir böswillige Unterstellungen.

So starte ich nun mit einem Klienten ins neue Jahr und hoffe, dass es nicht der Einzigste bleibt.

Ich trage mich weiter mit dem Gedanken herum eine Gruppe anzubieten, für Klient_innen, die eine Therapie/Beratung abgeschlossen oder abgebrochen haben. Mal sehen!?

Ein berufliches Highlight aus 2013 möchte ich nicht unerwähnt lassen, da ich sehr stolz darüber bin. Vermutlich werden es die meisten bereits wissen, aber dennoch will ich es hier kundtun. Seit April 2013 mache ich Supervision bei Riicht Eraus, einer Gewaltberatungsstelle in Luxemburg. Wir hatten 4 Supervisionstreffen dieses Jahr und die machen mir sehr viel Spass. Für dieses Jahr sind weitere Treffen geplant.

Kollegiale Grüsse

Jerry

Ansonsten beansprucht mich und meine Frau unser Hausbau und der Verkauf unseres alten Hauses. Jetzt hatte der Bausektor Urlaub und nächste Woche geht’s wieder los.

Männergesundheitstag

Liebe Kollegen,

Gestern fand der erste Männergesundheitstag in Luxemburg statt und wurde von infoMann, einer luxemburgischen Beratungsstelle für Jungen und Männer organisiert und durch die Stadt Luxemburg gefördert.

Unser Kollege, Alex Kries, seines Zeichens Gewaltberater, ist einer der Köpfe, besagter Beratungsstelle.

An diesem ehrwürdigen Tag, war die Euline/Eupax durch den blauen Josef, himself, mit einem Informationsstand vertreten, um Werbung für die Euline in Deutschland und Luxemburg zu machen.

Leider war, erwartungsgemäss, der Besucheransturm noch riesig ausbaufähig, da das Thema Gesundheit und Gewalt nicht unbedingt Publikumsmagnete sind. Ich bin dennoch enttäuscht, dass solch eine Veranstaltung so wenig besucht wird.

Und doch war es eine wichtige Erfahrung für mich, in die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin froh, sie gemacht zu haben.  Hier auf dieser Veranstaltung habe ich gehört, dass Erfahrung aus gemachten Entscheidungen ensteht. Bei nächster Gelegenheit habe ich mir vorgenommen, selbst einen Vortrag über Euline/Eupax zu halten. Dieses Mal habe ich mich noch nicht getraut.

Ich konnte der Chancengleichheitsministerin eine Infomappe über die Eupax/Euline überreichen und einige wenige Worte mit ihr wechseln. Ich konnte dabei einen Umstand aus der Welt schaffen, der mich doch überraschte: „Sie kannte die Euline nicht und hatte noch nie etwas darüber gehört!“ Nun ist dem nicht mehr so und vielleicht trägt dieser kurze Kontakt irgendwann Mal Früchte!?

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Neuer Name

Liebe Kollegen,
Liebe Leser_innen,

Die MännerPraxis Lëtzebuerg gibt es nun etwas mehr als anderthalb Jahre. Eine sehr kurze Zeit, aber dennoch glaube ich entspricht der Name nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Sollte er etwas provozierend die Männer ansprechen, könnte mann/frau auch eine Ausgrenzung der Frau hinein interpretieren, welches von mir weder gewünscht noch beabsichtigt war und ist.

Ich arbeite sehr gerne mit Frauen zu unseren Themen.

Nicht nur Frauen könnten den Eindruck bekommen ausgeschlossen, bzw. nicht angesprochen zu werden, sondern mann/frau könnte zwischen den Zeilen lesen und meinen, dass Frauengewalt inexistent ist. Dem ist nicht so.

Von diesen Überlegungen ausgehend gebe ich meiner Praxis den neuen Namen: PhaEmoPraxis® Lëtzebuerg(Luxemburg).

Der phänomenologisch- emotionale Ansatz nach Lempert-Wien/Hamburg ist eine Weiterentwicklung der Gewaltberatung nach dem Hamburger Modell(GHM) und Grundlage meiner therapeutischen Ausrichtung. Dies will ich klar nach Aussen kundtun. Ich arbeite nach den europäischen Richtlinien für Täterarbeit(Eurit).

Mich finden sie auch auf fb und meinem Blog:
www.facebook.com/PhaEmoPraxisLetzebuerg
http://jerryfaber.wordpress.com/

MfG

Faber Jerry(Gérard)

RiichtEraus und Euline

crosswords 2012

Artikel über die Beratungsstelle RiichtEraus aus Luxemburg und die Zusammenarbeit mit der Euline; herausgegeben von dem Infoblatt < Crosswords > des luxemburgischen roten Kreuz, neuer Träger der Beratungsstelle.
Artikel teils in französischer und deutscher Sprache. Dient der Steigerung der Erreichbarkeit für französischsprechende Bürger in Luxemburg.

Zeitungskommentar aus Luxemburg

April 2012
Dem Kommentar voraus geht ein Artikel über die Gewaltberatungsstelle Riicht Eraus und ein Interview mit Georges Haan.
(Artikel: Quelle Luxemburger Wort – Nicolas Anen)

MännerPraxis Lëtzebuerg 2011

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen
Liebe Lesende,

Ich möchte an dieser Stelle einen Rückblick über meine kleine Eigenpraxis machen, welche ich seit Februar 2011 nebenberuflich betreibe.
Die Praxis besteht aus einem grösseren hellen Raum, direkt unter dem Dach in einem dreistöckigem Haus. In demselben haben 4 Ärzte und ein Laboratorium ihre Räumlichkeiten. Leider steht mir der Raum nicht allein zu Verfügung, ich muss ihn teilen, so dass ich nicht so schalten und walten kann, wie ich will. Dafür sind meine Mietkosten sehr gering und der Ort ist mir sehr gelegen.
In diesem ersten Jahr des Bestehens habe ich 4 KlientInnen betreut; 2 Frauen und 2 Männer. Eine Beratung ist abgeschlossen, die 3 übrigen laufen 2012 weiter; ich habe diese in der zweiten Hälfte des Jahres begonnen. Die Zugangswege sehen wie folgt aus: 2 KlientInnen sind mir über die Euline überwiesen worden und die beiden anderen durch Mundpropaganda.
Ich sehe meine KlientInnen wöchentlich und sie zahlen ordentliches Geld, was mich sehr freut und stolz macht. Ich befand mich immer in einem Angestelltenverhältnis, wo monatlich mein Verdienst auf mein Konto überwiesen wird. Obwohl ich da wesentlich mehr verdiene, ist mir dieses selbstverdiente und mir bar ausgehändigte Geld doch wertvoller. Ich bedanke mich dafür bei meinen KlientInnen, besonders da diese es nicht immer einfach haben, dieses Geld aufzubringen.
Diese Arbeit macht mir viel Spass, obwohl sie nicht immer einfach ist. Sie füllt mich aus und ich freue mich über meine Erfolge.

Besucht mich doch auf meiner facebook- Seite.
MaennerPraxis.Letzebuerg