Joachim Lempert

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  1. Kinofilm: „Stillleben“ von Sebastian Meise – jetzt im Kino — 1 Kommentar

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Gewaltberatung in Wien

In jedem Bundesland Österreichs konnten gewalttätige Menschen Gewaltberatung erhalten – außer in Wien. Ab sofort ist jetzt auch in Wien ein Gewaltberater tätig. Herbert Oswald führt Gewaltberatung in freier Praxis durch. Erreichbar ist er über die Nummer der euline: 0820 – 439 258 (entspricht dem Wort GEWALT auf der Tastatur.)

Kinofilm: „Stillleben“ von Sebastian Meise – jetzt im Kino

Ein ausgezeichneter Film zum Problem von Männern, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen.

Kurzbeschreibung von der Filmwebseite:

„Ich möchte dir gern beim Duschen zuschauen. Du trocknest dich nicht ab. Du setzt dich auf meinen Schoß. Dann trockne ich dich ab. Ich möchte deinen Körper streicheln. Dabei möchte ich dich Lydia nennen.“

Als Bernhard, ein jung er Mann, diese Anweisungen als Brief an eine junge Prostituierte findet, ändert sich das Leben einer Familie von Grund auf. Denn der Verfasser dieses Textes ist Bernhards Vater und Lydia, das ist der Name von Bernhards Schwester.

Als Lydia nach Hause kommt, um ihren Vater bei der Therapie gegen seine Alkoholkrankheit zu unterstützen, stößt auch Bernhard zur Familiengruppensitzung. Er legt mit starrer Miene den gefundenen Zettel auf den Tisch, woraufhin der Vater wortlos hinausgeht. Es wird überhaupt nicht viel geredet in diesem Film, aber die Sprachlosigkeit der Familienmitglieder ist keine existenzielle, sie verweist eher auf die Tendenz zum Verdrängen, zum Verschweigen von Problemen. Dabei wird die Zuneigung der Charaktere für einander durchaus spürbar, aber offen ausgetragene Konflikte würden die nach außen hin heile Welt stören. Deshalb kann der Vater auch unmöglich über seine pädophile Neigung sprechen, aber er lässt die bisher versteckte Kiste mit den Kinderfotos von Lydia offen in der Werkstatt liegen. …

Stillleben-derfilm

 

 

Häusliche Gewalt im Zillertal

Am gestrigen österreichischen Nationalfeiertag (26.10.) tötete ein Mann seine Ehefrau. Die Familie wurde  – wieder – als völlig unauffällig beschrieben. Wenn der Mann von der Täterhotline gewusst und angerufen hätte, hätte dann die Tat vermieden werden können?

Veranstaltungskalender und -hinweise

In unserem Blog ist seit neuestem ein Veranstaltungskalender zu finden. In ihm wird auf Veranstaltungen für Betroffene und für Profis hingewiesen. Hinweise auf Fortbildungen ergänzen zusätzlich den Kalender. So kann man (und frau) interessante Veranstaltungen in der Nähe finden.

2 Familiendramen an einem Wochenende in Österreich

In Österreich wurden an einem einzigen Wochenende in zwei Familien Menschen von ihren Angehörigen schwer verletzt bzw. getötet:

„Familiendrama im Bezirk Gänserndorf: In Haringsee hat ein Mann (52) seine Ex-Ehefrau (47) erstochen. Nach der Tat erhängte er sich selbst. Das Paar lebte in Scheidung.“ 10.10.2011 (Heute.at)

„Zu einer Bluttat ist es in der Nacht auf Montag in Wattens in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) gekommen. Laut Polizei stach eine 56-jährige Frau ihren 45-jährigen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser nieder. Zuvor dürfte es ersten Ermittlungen zufolge zu einem Streit in der gemeinsamen Wohnung gekommen sein. Der Mann wurde mit schweren Verletzungen in die Innsbrucker Klinik eingeliefert.“ 10.10.2011 (Heute.at)

Mit unserer Hotline für Täter und Täterinnen wollen wir solche Taten im Vorfeld verhindern. Wir möchten, dass die TaterInnen uns anrufen, statt gewalttätig zu werden. Wir wollen mit ihnen Lösungen finden, die Gewalt überflüssig macht. Aber dazu müssen sie von uns erfahren, bevor sie solche Taten begehen. Das ist das größte Problem.

Trainings- und Supervisionsseminar

Für Gewaltberaterinnen, Gewaltberater und Tätertherapeuten werden wir vom 03. – 07.12.2012 eine Trainings- und Supervisionswoche in der Schweiz / Vorarlberg durchführen. Die Initiative dazu ging von den Kollegen aus St.Gallen und Vorarlberg aus. Anmelden kann man sich bereits jetzt beim Institut Lempert