Schlagwort-Archiv: Qualitätssicherung

1. Internationale eupax Fachtagung „Im Dialog – aus der Praxis für die Praxis“

für

  • Gewaltberater_innen
  • Phaemoberater_innen
  • Phaemotherapeuten_innen

Tagung zu den aktuellen Themen unserer Arbeit.

Download eupax-Tagung-2017

 

 

 

 

Erfolgreiches eupax-Treffen in Tecklenburg / Großer TN-Kreis

Nach arbeitsreichen 4 Tagen und einem regen, spannenden und zeitweise auch anstrengenden Austausch von Informationen und Meinungen können wir auf ein erfolgreiches Treffen zurückblicken. Die große TN-Zahl und die Fülle an Themen erforderten ein Umdenken hinsichtlich unserer bisherigen Arbeitsform, was sich im Nachhinein als sehr produktiv und v.a. auch in Hinblick auf die Bedürfnislage vieler TN als Ressourcen schonender herausstellte. Es sei an dieser Stelle  allen TN noch einmal für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt, besonders auch dafür, dass sie auf ein freies Wochenende verzichten und sich stattdessen um die gemeinnützigen Ziele und Belange der eupax verdient machen.

Ich möchte im Folgenden zunächst nur über zwei wichtige Ergebnisse unseres Treffens informieren. Zum einen haben wir anhand zweier konkurrierender Vorschläge über die Struktur der eupax diskutiert. Die Mehrheit konnte sich nicht für ein zentrales Büro mit einer bestellten Arbeitskraft erwärmen, die die laufenden Geschäfte tätigt, und zusätzlichen Regionaldirektionen, sondern entschied sich für eine demokratische Organisationsstruktur (s.u.).

Unbenommen davon sind Andreas V. und Joachim L. die rechtmäßig bestellten Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH eupax. Somit bleiben die juristischen und steuerrechtlichen Aufgaben in ihrer Verantwortlichkeit und sind in den Aufgabenfeldern nicht gesondert aufgeführt.

Des Weiteren verschafften wir uns einen Überblick über die bestehenden Arbeitsgruppen und gründeten neue in den Bereichen, die wir hinsichtlich Organisation und Aufgabenbewältigung für notwendig erachteten.(Schaubild 2)

Hier eine kurze Erklärung zur Struktur (siehe Schaubild 1):

Die drei nach außen größer werdenden Kreise sollen folgendes symbolisieren:

1.      den aktiven (Innen-)Kreis derer, die regelmäßig an eupax-Treffen teilnehmen, regelmäßig gestalterischen Einfluss nehmen und auf ihren halbjährlichen Treffen die notwendigen Aufgaben abstimmen, delegieren und bilanzieren (dies ist zurzeit ein kleiner, aber stetig wachsender Kreis);

2.      den erweiterten Kreis aller anderen Mitglieder, die die eupax durch ihren Beitrag unterstützen und sich sporadisch zu einzelnen Themen äußern bzw. ihr spezielles Wissen und ihre Erfahrungen auf unterschiedliche Art einbringen;

3.      die vorhandenen Arbeitsgruppen (Außenkreis), mit TN aus dem aktiven Kreis, als auch anderen Mitgliedern, die jeweils Interesse zeigen und sich an spezifischen Themenbereichen aktiv beteiligen möchten. Die Arbeitsgruppentreffen finden zusätzlich zu unseren halbjährlichen eupax-Treffen statt, organisiert durch die jeweiligen Koordinatoren. Die AGs besorgen sich Fachwissen und Unterstützung auch von Externen. Die Ergebnisse werden zwischendurch innerhalb der aktiven Mitglieder kommuniziert und auf den eupax-Treffen vorgestellt und abgestimmt bzw. zur erneuten Bearbeitung in die AGs gegeben.

Spezielle Arbeitsgruppen befassen sich mit der eupax-internen und externen Publikation von Entscheidungen, wichtigen Informationen und öffentlichen Stellungnahmen.

Schaubild 1

download 1: eupax Struktur Tecklenburg

download 2: Arbeitsgruppenübersicht eupax_Ansprechpartner

 

 

Erfolgreiche eupax/euline Tagung in Mainz: Echt stark, dabei gewesen zu sein!

Große Wiedersehensfreude! Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde meine Freude und mein Stolz über die bestandene Therapeuten-Ausbildung bei Joachim im Juli durch den Abschied von liebgewonnenen Menschen getrübt. Nun darf ich einige von ihnen bei unserem Treffen wieder in die Arme schließen. Leider fehlt Hubert – und damit auch unser Organisator vor Ort – und mit einigem Erschrecken erfahren wir von seinem Unfall und der bevorstehenden OP. Wie ich inzwischen weiß, ist die OP erfolgreich verlaufen, die sich jetzt anschließende Aufbauarbeit wird jedoch einiges an Kraft und Ausdauer von ihm verlangen. Ich kann mir denken, dass er sich über einige aufmunternde Anrufe freuen wird!

Angesichts der relativen kurzen Zeit seit der eupax-Gründung und den kurzzeitigen Unsicherheiten hinsichtlich unseres Tagungsortes ist es ein toller Erfolg, dass wir 5 neue Mitglieder bei diesem Treffen begrüßen dürfen. Hier sehen wir, dass unsere Arbeit auch begeistern kann!Unsere Anwerbeaktionen zeigen offenbar erste Wirkung und motivieren auch mich, weiter für dieses Netzwerk in der Fachöffentlichkeit zu ‚trommeln‘. Zu offensichtlich sind die Vorteile, vor allem auch durch die Aufwertung der eigenen Arbeit vor Ort; mit der Präsentation eines europäischen Fachverbandes für Gewaltberater/ – innen auf dem Briefpapier, der Mail, bei einem Vortrag oder während einer Vorstellung bei einer Behörde wird das eigene Anliegen gewichtiger. Qualitäts- und Aktualitätssicherung, immer auf dem neuesten Stand zu sein und der regelmäßige Austausch sind weitere wichtige Faktoren für ein professionelles Arbeiten. Und nicht nur zu guter Letzt: Gemeinsam sind wir echt stärker – eine alte Weisheit, an die wir uns wieder erinnern sollten.

Im Laufe des letzten Halbjahres ist wieder so viel an Themen aufgelaufen, dass wir uns nicht über Langeweile beklagen müssen; zu Recht sind wir am Ende eines Arbeitstages erschöpft, aber auch froh über die Ergebnisse, die wir zustande gebracht haben. So sind auch die kleinen Belohnungen am Abend in der Mainzer Altstadt mehr als verdient… der Wein wie immer köstlich, die Leckereien dazu schmackhaft und ‚ressourcen-füllend‘. Hubert hat auch diesen Teil unseres Treffens vorbildlich und fürsorglich vorbereitet.

Wie sich zeigt, gibt es vor allem zu folgenden Themen größeren Gesprächsbedarf:

  • Evaluation unserer Arbeitsweise – In diesem Zusammenhang gibt es erste Kontakte zu Hochschulen/Universitäten, bei denen es eine Nachfrage nach möglichen Themen im Rahmen von Masterarbeiten gibt, die unserem Bedürfnis nach einer finanzierbaren Überprüfung der Wirksamkeit unseres Vorgehens entgegenkommt. Wir haben dies als Projekt für das nächste Jahr ins Auge gefasst und werden unseren Bedarf konkretisieren und kommunizieren.
  • Qualitätssicherung – Andreas Vogel stellt uns ein Modell der ‚Prozessreflektion‘ für die Arbeit mit zugewiesenen Tätern vor.  Das Entscheidende an diesem Verfahren ist, dass ‚beratende‘ und ‚überprüfende‘ Stelle unabhängig voneinander existieren und arbeiten. Das für die Therapie notwendige Vertrauensverhältnis würde nicht gestört werden. Eine Projektgruppe wird Einzelheiten erarbeiten und vorschlagen.
  • Evaluation unserer Arbeit – Hier gibt es Ansätze für Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen im Zusammenhang mit von StudentInnen zu leistenden Masterarbeiten….

Unsere nächsten Treffen werden wir vom 3.6. bis 6.6.12 am Attersee und vom 15. – 18.11.12 in der Schweiz abhalten, um diese Male näher an unseres KollegInnen vor Ort zu sein. Es ist vorgesehen, einen Nachmittag/Abend für Interessierte zu öffnen, zur Information und zum Austausch über unsere Arbeit… und es gibt mehr Zeit für persönliche Kontakte und Regeneration.

Die Visionen, die ich von dieser Tagung mitnehmen konnte, motivieren mich in großem Maße, mich weiterhin für die eupax/euline stark zu machen und einen meinen Kräften gemäßen Anteil an dieser ehrenamtlichen Arbeit zu leisten… – auch in der Hoffnung, dass andere es mir gleich tun.

Grüße von Wolfgang