Jerry Faber

Ich werde in Kürze 52 Jahre alt, Luxemburger und bin mehr als die Hälfte davon verheiratet und bin therapeutisch und beraterisch in einer stationären Drogentherapie und in eigener Praxis tätig. Liebe hochwertiges, gutes Essen und geniesse gerne Rot- und mittlerweile auch Weissweine.

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  1. Regiotreffen der Laguiole- Gruppe von 2001- 2003 — 1 Kommentar

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Technische Lösung eines menschlichen Problems?

 

„Medizinern an der Kieler Uniklinik gelingt ein Durchbruch

Von Jens Wellhöner

In Deutschland sind vermutlich weit mehr Menschen pädophil als die offiziellen Statistiken aussagen. Etliche Betroffene wenden sich an Ärzte, doch die Tests sind unzuverlässig. Medizinern an der Kieler Uniklinik ist jetzt ein Durchbruch gelungen: Sie können Pädophilie unterm MRT erkennen. Auf den MRT-Bildern sehen sie, welche Gehirnregionen bei Pädophilen besonders aktiv sind, wenn die Fotos von Kindern sehen. “  gesehen bei Deutschlandradio Kultur    MRT kann Pädophilie erkennen

Wiege der Gewaltberatung

Schneller Schlag

Artikel im Spiegel von 1986 über den Ursprung unseres Arbeitsansatzes.

MännerPraxis Lëtzebuerg 2011

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen
Liebe Lesende,

Ich möchte an dieser Stelle einen Rückblick über meine kleine Eigenpraxis machen, welche ich seit Februar 2011 nebenberuflich betreibe.
Die Praxis besteht aus einem grösseren hellen Raum, direkt unter dem Dach in einem dreistöckigem Haus. In demselben haben 4 Ärzte und ein Laboratorium ihre Räumlichkeiten. Leider steht mir der Raum nicht allein zu Verfügung, ich muss ihn teilen, so dass ich nicht so schalten und walten kann, wie ich will. Dafür sind meine Mietkosten sehr gering und der Ort ist mir sehr gelegen.
In diesem ersten Jahr des Bestehens habe ich 4 KlientInnen betreut; 2 Frauen und 2 Männer. Eine Beratung ist abgeschlossen, die 3 übrigen laufen 2012 weiter; ich habe diese in der zweiten Hälfte des Jahres begonnen. Die Zugangswege sehen wie folgt aus: 2 KlientInnen sind mir über die Euline überwiesen worden und die beiden anderen durch Mundpropaganda.
Ich sehe meine KlientInnen wöchentlich und sie zahlen ordentliches Geld, was mich sehr freut und stolz macht. Ich befand mich immer in einem Angestelltenverhältnis, wo monatlich mein Verdienst auf mein Konto überwiesen wird. Obwohl ich da wesentlich mehr verdiene, ist mir dieses selbstverdiente und mir bar ausgehändigte Geld doch wertvoller. Ich bedanke mich dafür bei meinen KlientInnen, besonders da diese es nicht immer einfach haben, dieses Geld aufzubringen.
Diese Arbeit macht mir viel Spass, obwohl sie nicht immer einfach ist. Sie füllt mich aus und ich freue mich über meine Erfolge.

Besucht mich doch auf meiner facebook- Seite.
MaennerPraxis.Letzebuerg

Trierer Volksfreund: Artikel über die Täterhotline in der Grossregion

Auf dem Weg in ein gewaltfreies Leben

Interview zum Thema häusliche Gewalt

MännerPraxis Lëtzebuerg (MPL) im Gespräch mit einer Klientin (K):

MPL : Stellen sie sich bitte kurz vor.

K : Ich bin eine Frau, Anfang 30, lebe in einer Beziehung und bin berufstätig.

MPL : Was hat sie zu uns, der EULINE – Täterhotline für gewalttätige Menschen -, geführt?

K : Ich übe meistens verbale Gewalt aus, d.h. ich werde verbal aggressiv, beschimpfe mein Gegenüber und versuche, ihn mit präzisen Aussagen seelische Schmerzen zuzufügen.

MPL : Wer sind diese Menschen?

K : Ich werde nur Erwachsenen gegenüber verbal gewalttätig und nur bei Menschen, die mir nahe stehen, z.B. meine Eltern, mein Partner, meine Geschwister.

MPL : Wie üben sie Gewalt aus?

K : Hauptsächlich handelt es sich um verbale Gewalt, obwohl es auch schon 3-4 Mal zu Ohrfeigen kam.

MPL : Wie wirkt sich dieses Verhalten auf ihr Umfeld aus?

K : Ich glaube nicht, dass die Menschen Angst vor mir haben, sondern es einfach nicht mehr verkraften können, immer wieder von mir verbal angegriffen zu werden. Es ist schon mehrmals passiert, dass diese Menschen sich von mir abgewandt haben, weil sie nicht mehr mit der Situation umgehen konnten.

MPL : Haben sie selbst Gewalt erlebt?

K : Ja, ich habe in mehreren Beziehungen Gewalt von Männern zu spüren bekommen. Es handelte sich in diesen Fällen oft auch um körperliche Gewalt.

MPL : Sehen sie zu sich einen Zusammenhang?

K : Man sollte sein eigenes Verhalten nicht auf andere zurückführen und keinen Schuldigen suchen dafür, warum man so handelt wie man handelt. Jeder ist für sein Handeln zuständig. Trotz allem glaube ich, dass die oben genannten negativen Erfahrungen mein heutiges Handeln mit beeinflusst haben.
Wenn ich verbal aggressiv werde, bin ich eine andere Person; ich handele und überlege erst später die eventuellen Folgen. In dem aktiven Moment möchte ich einfach mein Gegenüber mit Worten verletzten und ihm zeigen, wie es sich anfühlt, wenn man leidet. Des Weiteren streite ich oft, um herauszufinden, ob dieser Mensch auch in negativen Momenten zu mir steht oder nicht.

MPL : Wie kann ich mir eine typische Situation vorstellen, in der sie ausfallend werden?

Am Anfang der verbalen Attacke empfinde ich meistens Trauer oder Enttäuschung und um diese Gefühle loszuwerden oder nicht alleine damit umgehen zu müssen, werde ich verbal aggressiv und verletzte somit mein Gegenüber. Nachdem sich die Lage beruhigt hat, werde ich mir bewusst, was ich gesagt habe und bereue es. Dann bin ich selbst erschrocken über meine Worte, aber meistens werden dann meine Entschuldigungen nicht mehr angenommen.

MPL : Wollten sie bereits früher dieses Verhalten beenden, haben es aber allein nicht geschafft?

K : Oh ja, das habe ich. Ich habe immer wieder gesagt, ich würde mich ändern und nicht mehr streiten und andere Personen mit meinen Worten verletzten. Ich habe es öfters versucht, aber leider nie richtig geschafft, deshalb hoffe ich, dass ich es dieses Mal mit diesem Therapieansatz schaffen werde, denn ich selbst leide auch unter meinem Handeln.

MPL : Wie sind sie auf uns aufmerksam geworden?

K : Ich habe die Hotline übers Internet kennen gelernt.

MPL : Sind sie mit unserem Angebot zufrieden?

K : Ich habe nur einmal dort angerufen und danach habe ich sofort mit meiner Therapie angefangen.

MPL : Wagen sie eine Prognose, wie es mit ihrem verletzenden Verhalten weitergeht?

K: Ich bin fest davon überzeugt, dass ich es schaffen werde. Natürlich muss ich mich noch weiterhin bemühen, um meine verbale Gewalt in den Griff zu bekommen, aber ich bin guter Dinge.

MPL : Vielen Dank für ihre Offenheit und ihr Einverständnis zur Veröffentlichung. Damit machen sie anderen Menschen Mut, sich ebenfalls Hilfe zu holen.

MännerPraxis Lëtzebuerg
Therapeutische Beratungspraxis für Menschen in Krisen
Schwerpunktthemen: Konflikte – Konfrontation – Gewalt
Grevenmacher(L)
www.facebook.com/MaennerPraxis.Letzebuerg

Presseerfahrungen

Ich habe diese Woche eine äusserst bedauerliche und ärgerliche Erfahrung mit einem Vertreter der luxemburgischen Presse gemacht. In einem, diese Woche, erschienenen Artikel über häusliche Gewalt hier in Luxemburg, sollte ebenfalls über die Euline, Täterarbeit und über mich persönlich berichtet werden. Leider wurde dieser gesamte Teil gestrichen und demnach nicht veröffentlicht, da es zwischen der Journalistin und mir zu unüberwindbaren Meinungsverschiedenheiten gekommen ist. Ich bin wohl äusserst naiv und mangelhaft vorbereitet an diese Sache heran gegangen. Aber ich bin lernfähig und werde in Zukunft vorher mit der/dem Journalistin(en) Abmachungen treffen und mir genau überlegen was ich wie sage und vor allem was ich will!