Tag: Phaemotherapie

Neuer Name

Liebe Kollegen,
Liebe Leser_innen,

Die MännerPraxis Lëtzebuerg gibt es nun etwas mehr als anderthalb Jahre. Eine sehr kurze Zeit, aber dennoch glaube ich entspricht der Name nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Sollte er etwas provozierend die Männer ansprechen, könnte mann/frau auch eine Ausgrenzung der Frau hinein interpretieren, welches von mir weder gewünscht noch beabsichtigt war und ist.

Ich arbeite sehr gerne mit Frauen zu unseren Themen.

Nicht nur Frauen könnten den Eindruck bekommen ausgeschlossen, bzw. nicht angesprochen zu werden, sondern mann/frau könnte zwischen den Zeilen lesen und meinen, dass Frauengewalt inexistent ist. Dem ist nicht so.

Von diesen Überlegungen ausgehend gebe ich meiner Praxis den neuen Namen: PhaEmoPraxis® Lëtzebuerg(Luxemburg).

Der phänomenologisch- emotionale Ansatz nach Lempert-Wien/Hamburg ist eine Weiterentwicklung der Gewaltberatung nach dem Hamburger Modell(GHM) und Grundlage meiner therapeutischen Ausrichtung. Dies will ich klar nach Aussen kundtun. Ich arbeite nach den europäischen Richtlinien für Täterarbeit(Eurit).

Mich finden sie auch auf fb und meinem Blog:
www.facebook.com/PhaEmoPraxisLetzebuerg
http://jerryfaber.wordpress.com/

MfG

Faber Jerry(Gérard)

MännerPraxis Lëtzebuerg 2011

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen
Liebe Lesende,

Ich möchte an dieser Stelle einen Rückblick über meine kleine Eigenpraxis machen, welche ich seit Februar 2011 nebenberuflich betreibe.
Die Praxis besteht aus einem grösseren hellen Raum, direkt unter dem Dach in einem dreistöckigem Haus. In demselben haben 4 Ärzte und ein Laboratorium ihre Räumlichkeiten. Leider steht mir der Raum nicht allein zu Verfügung, ich muss ihn teilen, so dass ich nicht so schalten und walten kann, wie ich will. Dafür sind meine Mietkosten sehr gering und der Ort ist mir sehr gelegen.
In diesem ersten Jahr des Bestehens habe ich 4 KlientInnen betreut; 2 Frauen und 2 Männer. Eine Beratung ist abgeschlossen, die 3 übrigen laufen 2012 weiter; ich habe diese in der zweiten Hälfte des Jahres begonnen. Die Zugangswege sehen wie folgt aus: 2 KlientInnen sind mir über die Euline überwiesen worden und die beiden anderen durch Mundpropaganda.
Ich sehe meine KlientInnen wöchentlich und sie zahlen ordentliches Geld, was mich sehr freut und stolz macht. Ich befand mich immer in einem Angestelltenverhältnis, wo monatlich mein Verdienst auf mein Konto überwiesen wird. Obwohl ich da wesentlich mehr verdiene, ist mir dieses selbstverdiente und mir bar ausgehändigte Geld doch wertvoller. Ich bedanke mich dafür bei meinen KlientInnen, besonders da diese es nicht immer einfach haben, dieses Geld aufzubringen.
Diese Arbeit macht mir viel Spass, obwohl sie nicht immer einfach ist. Sie füllt mich aus und ich freue mich über meine Erfolge.

Besucht mich doch auf meiner facebook- Seite.
MaennerPraxis.Letzebuerg

Erfolgreiche eupax/euline Tagung in Mainz: Echt stark, dabei gewesen zu sein!

Große Wiedersehensfreude! Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde meine Freude und mein Stolz über die bestandene Therapeuten-Ausbildung bei Joachim im Juli durch den Abschied von liebgewonnenen Menschen getrübt. Nun darf ich einige von ihnen bei unserem Treffen wieder in die Arme schließen. Leider fehlt Hubert – und damit auch unser Organisator vor Ort – und mit einigem Erschrecken erfahren wir von seinem Unfall und der bevorstehenden OP. Wie ich inzwischen weiß, ist die OP erfolgreich verlaufen, die sich jetzt anschließende Aufbauarbeit wird jedoch einiges an Kraft und Ausdauer von ihm verlangen. Ich kann mir denken, dass er sich über einige aufmunternde Anrufe freuen wird!

Angesichts der relativen kurzen Zeit seit der eupax-Gründung und den kurzzeitigen Unsicherheiten hinsichtlich unseres Tagungsortes ist es ein toller Erfolg, dass wir 5 neue Mitglieder bei diesem Treffen begrüßen dürfen. Hier sehen wir, dass unsere Arbeit auch begeistern kann!Unsere Anwerbeaktionen zeigen offenbar erste Wirkung und motivieren auch mich, weiter für dieses Netzwerk in der Fachöffentlichkeit zu ‚trommeln‘. Zu offensichtlich sind die Vorteile, vor allem auch durch die Aufwertung der eigenen Arbeit vor Ort; mit der Präsentation eines europäischen Fachverbandes für Gewaltberater/ – innen auf dem Briefpapier, der Mail, bei einem Vortrag oder während einer Vorstellung bei einer Behörde wird das eigene Anliegen gewichtiger. Qualitäts- und Aktualitätssicherung, immer auf dem neuesten Stand zu sein und der regelmäßige Austausch sind weitere wichtige Faktoren für ein professionelles Arbeiten. Und nicht nur zu guter Letzt: Gemeinsam sind wir echt stärker – eine alte Weisheit, an die wir uns wieder erinnern sollten.

Im Laufe des letzten Halbjahres ist wieder so viel an Themen aufgelaufen, dass wir uns nicht über Langeweile beklagen müssen; zu Recht sind wir am Ende eines Arbeitstages erschöpft, aber auch froh über die Ergebnisse, die wir zustande gebracht haben. So sind auch die kleinen Belohnungen am Abend in der Mainzer Altstadt mehr als verdient… der Wein wie immer köstlich, die Leckereien dazu schmackhaft und ‚ressourcen-füllend‘. Hubert hat auch diesen Teil unseres Treffens vorbildlich und fürsorglich vorbereitet.

Wie sich zeigt, gibt es vor allem zu folgenden Themen größeren Gesprächsbedarf:

  • Evaluation unserer Arbeitsweise – In diesem Zusammenhang gibt es erste Kontakte zu Hochschulen/Universitäten, bei denen es eine Nachfrage nach möglichen Themen im Rahmen von Masterarbeiten gibt, die unserem Bedürfnis nach einer finanzierbaren Überprüfung der Wirksamkeit unseres Vorgehens entgegenkommt. Wir haben dies als Projekt für das nächste Jahr ins Auge gefasst und werden unseren Bedarf konkretisieren und kommunizieren.
  • Qualitätssicherung – Andreas Vogel stellt uns ein Modell der ‚Prozessreflektion‘ für die Arbeit mit zugewiesenen Tätern vor.  Das Entscheidende an diesem Verfahren ist, dass ‚beratende‘ und ‚überprüfende‘ Stelle unabhängig voneinander existieren und arbeiten. Das für die Therapie notwendige Vertrauensverhältnis würde nicht gestört werden. Eine Projektgruppe wird Einzelheiten erarbeiten und vorschlagen.
  • Evaluation unserer Arbeit – Hier gibt es Ansätze für Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen im Zusammenhang mit von StudentInnen zu leistenden Masterarbeiten….

Unsere nächsten Treffen werden wir vom 3.6. bis 6.6.12 am Attersee und vom 15. – 18.11.12 in der Schweiz abhalten, um diese Male näher an unseres KollegInnen vor Ort zu sein. Es ist vorgesehen, einen Nachmittag/Abend für Interessierte zu öffnen, zur Information und zum Austausch über unsere Arbeit… und es gibt mehr Zeit für persönliche Kontakte und Regeneration.

Die Visionen, die ich von dieser Tagung mitnehmen konnte, motivieren mich in großem Maße, mich weiterhin für die eupax/euline stark zu machen und einen meinen Kräften gemäßen Anteil an dieser ehrenamtlichen Arbeit zu leisten… – auch in der Hoffnung, dass andere es mir gleich tun.

Grüße von Wolfgang