Tag: eupax

Männergesundheitstag

Liebe Kollegen,

Gestern fand der erste Männergesundheitstag in Luxemburg statt und wurde von infoMann, einer luxemburgischen Beratungsstelle für Jungen und Männer organisiert und durch die Stadt Luxemburg gefördert.

Unser Kollege, Alex Kries, seines Zeichens Gewaltberater, ist einer der Köpfe, besagter Beratungsstelle.

An diesem ehrwürdigen Tag, war die Euline/Eupax durch den blauen Josef, himself, mit einem Informationsstand vertreten, um Werbung für die Euline in Deutschland und Luxemburg zu machen.

Leider war, erwartungsgemäss, der Besucheransturm noch riesig ausbaufähig, da das Thema Gesundheit und Gewalt nicht unbedingt Publikumsmagnete sind. Ich bin dennoch enttäuscht, dass solch eine Veranstaltung so wenig besucht wird.

Und doch war es eine wichtige Erfahrung für mich, in die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin froh, sie gemacht zu haben.  Hier auf dieser Veranstaltung habe ich gehört, dass Erfahrung aus gemachten Entscheidungen ensteht. Bei nächster Gelegenheit habe ich mir vorgenommen, selbst einen Vortrag über Euline/Eupax zu halten. Dieses Mal habe ich mich noch nicht getraut.

Ich konnte der Chancengleichheitsministerin eine Infomappe über die Eupax/Euline überreichen und einige wenige Worte mit ihr wechseln. Ich konnte dabei einen Umstand aus der Welt schaffen, der mich doch überraschte: „Sie kannte die Euline nicht und hatte noch nie etwas darüber gehört!“ Nun ist dem nicht mehr so und vielleicht trägt dieser kurze Kontakt irgendwann Mal Früchte!?

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Erfolgreiches Herbsttreffen der eupax/euline in Sulz-Glatt

Vom 4.-7. Oktober fand in dem beschaulichen Örtchen Glatt, im Schatten eines alten Wasserschlosses, das diesjährige Herbsttreffen der eupax statt, das wir nach ausgefüllten Arbeitstagen mit neuen Erkenntnissen, Ideen und Beschlüssen erfolgreich abschließen konnten.

Mit großer Freude nahmen wir die Gewaltberaterin Nathalie Dorn aus der Schweiz in den aktiven Kreis der eupax-Mitstreiter (und jetzt auch _innen) auf. Zuvor hatte sie sich schon im Arbeitskreis ‚Qualitätssicherung‘ engagiert und frischen Wind in die Männerrunde gebracht. Diese neue Energie hat uns auch bei unserer Arbeit in Sulz gut getan.

Am Samstag konnten wir dann weitere Gewaltberaterinnen aus der Schweiz begrüßen, die diese Gelegenheit wahrgenommen hatten, die Arbeit der eupax kennenzulernen und sich über die Vorteile und Konditionen einer Mitgliedschaft zu informieren. Ab sofort begrüßen wir einige neue Mitstreiterinnen und heißen sie herzlich willkommen. Wir freuen uns über diese neue Stärkung und Unterstützung!

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal mittels eines Schaubildes die Bedeutung der eupax sowohl für die Mitglieder als auch für unser Ansehen in der (Fach-) Öffentlichkeit verdeutlichen.

Wolfgang

Erfolgreicher eupax/euline-Auftritt in Hildesheim

Die Präsenz per Info-Stand, Beratungen und Vorträgen des Hildesheimer Büros der eupax/euline (Wolfgang Brandt, PhaEmo®Praxis Hildesheim) bei der seit dem 9. November in der Hildesheimer Fachhochschule (HAWK) laufenden Ausstellung ‚Rosenstraße 76 – Häusliche Gewalt überwinden‘ stellt sich als ein großer Erfolg für den Bekanntheitsgrad der Hotline und für unseren Ansatz der Gewaltberatung/Tätertherapie vor Ort heraus. Zudem können vorhande Kontakte zu bestehenden Beratungsstellen, Kirchenvertretern_innen und offiziellen Stellen auf einfache, aber wirkungsvolle Weise erneuert, gestärkt und ausgeweitet werden. Angesichts unserer personalen ‚Stärke‘ in Hildesheim (One-man-Show) ein unschätzbares Gut!

Bei der Eröffnung der Ausstellung ‚Rosenstraße 76‘ in Hildesheim war natürlich auch die eupax/euline mit dem ‚blauen Mann‘ vertreten – unübersehbar am Eingang zu den Präsentationsräumen

Viele Gespräche mit Gästen der Ausstellung, mit Dozenten_innen und Studenten_innen (Hebammen, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Soziale Arbeit, Soziales Management u.a.) verdeutlichen das große Interesse gerade auch dieser Berufsrichtungen und machen deutlich, wie wichtig diese Zielgruppen für eine Verbreitung der Hotline-Nummer sind. Als Folge werden weitere Vorträge über die Arbeit der eupax/euline im Rahmen von Seminaren vereinbart, die einen vertieften Einblick in unsere Gewaltberatungsarbeit ermöglichen sollen. Motiviert durch die starke Resonanz und die positiven Erfahrungen bei den bisherigen Informationsveranstaltungen bzw. -vorträgen sehe ich dieser Entwicklung mit großer Freude entgegen – knüpft dies doch an jahrelang erworbene Kompetenzen an, ohne von einem zwanghaften Rahmen eingeengt zu sein!

Viele Informationsgespräche mit Einzelpersonen entwickeln sich auch zu längeren Beratungsgesprächen, v.a. mit Menschen, die Gewalt erfahren haben und sich durch diese Ausstellung trauen, Kontakt aufzunehmen, sich mitzuteilen oder Unterstützung anzufragen. Allein schon aus diesem Grund hat diese Form der Präsentation ihren Sinn erfüllt.

Präsentation von Literatur und Werbematerial der eulne im Schaufenster einer Hildesheimer Buchhandlung als Ergänzung zur Ausstellung

Das Material der euline steht auf dem Info-Stand für Interessierte zur Verfügung, dazu Ausführungen über die Idee der Hotline, den Fachverband eupax und die EURIT Richtlinien zur Täterarbeit. Vor allem die Zusatzinformationen und die Infos kleineren Formats werden gern mitgenommen; endlich kann ich auch die Streichholzschachteln in großen Mengen unter die Leute bringen! Viele Studenten_innen habe Ideen, an welchen Orten sie diese verteilen können und kümmern sich darum.

Für das Schaufenster der Buchhandlung habe ich eine Literaturliste erstellt, die Bücher wurden besorgt und zusammen mit dem euline-Werbematerial präsentiert. Zur Zeit liegen mir noch keine Informationen hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Maßnahme vor. Zu gegebener Zeit werde ich darüber berichten.

Zum Schluss eine persönliche Anmerkung: Die zeitlichen Anforderungen dieses Projekts sprengen bei weitem den Rahmen, den ich mir für die ehrenamtliche Arbeit für die eupax/euline gesetzt habe und ich bin abends nach 4-6-stündigen Gesprächen sehr erschöpft. Jedoch ist die Resonanz auf dieses Tun, sind die neuen Erfahrungen mit Gästen und Mitmachern_innen von unschätzbarem Wert für meinen Status vor Ort und meine Motivation, weiterzumachen. Und – so hoffe ich jedenfalls – werden sich auch in meiner Beratungs-Praxis in Form zahlreicher neuer Klienten_innen wiederspiegeln.

Wolfgang Brandt

PhaEmo®Praxis/ MännerPraxis Hildesheim

www.konflikt-gewaltberatung-hildesheim.de

My blog: http://wollinus51.wordpress.com/

Europäische Richtlinien für Tätertherapie – EURIT –

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Oft werden/wurden wir gefragt, was macht ihr eigentlich da? Was ist Gewaltberatung, was ist Tätertherapie?

Hier kommt die Antwort in Form von europäischen Richtlinien, nach denen wir, die Eupax und ihre Mitglieder, arbeiten und was wir unter Gewaltberatung und Tätertherapie verstehen. Im Frühling dieses Jahres hat eine internationale Arbeitsgruppe der Eupax diese Richtlinien in Weyregg(Österreich) erarbeitet und aufgestellt. Nun liegen sie in schriftlicher Form vor.

Vervielfältigung und Kommentare sind ausdrücklich gewünscht.

Eupaxtreffen in Weyregg / Österreich

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Augenblicklich findet das erste Eupaxtreffen dieses Jahres statt. Beteiligt sind Gewaltberater und Tätertherapeuten aus drei verschiedenen Ländern: Österreich, Deutschland und Luxemburg. Wie immer gibt es viel Neues und Interessantes auszutauschen und zu erarbeiten. Konkreteres dazu später mehr…

Grad im Moment ist ein weiterer Kollege hinzugestoßen. Gegen Abend erwarten wir einen weiteren Kollegen aus Österreich.

Erfolgreiche eupax/euline Tagung in Mainz: Echt stark, dabei gewesen zu sein!

Große Wiedersehensfreude! Es ist noch gar nicht so lange her, da wurde meine Freude und mein Stolz über die bestandene Therapeuten-Ausbildung bei Joachim im Juli durch den Abschied von liebgewonnenen Menschen getrübt. Nun darf ich einige von ihnen bei unserem Treffen wieder in die Arme schließen. Leider fehlt Hubert – und damit auch unser Organisator vor Ort – und mit einigem Erschrecken erfahren wir von seinem Unfall und der bevorstehenden OP. Wie ich inzwischen weiß, ist die OP erfolgreich verlaufen, die sich jetzt anschließende Aufbauarbeit wird jedoch einiges an Kraft und Ausdauer von ihm verlangen. Ich kann mir denken, dass er sich über einige aufmunternde Anrufe freuen wird!

Angesichts der relativen kurzen Zeit seit der eupax-Gründung und den kurzzeitigen Unsicherheiten hinsichtlich unseres Tagungsortes ist es ein toller Erfolg, dass wir 5 neue Mitglieder bei diesem Treffen begrüßen dürfen. Hier sehen wir, dass unsere Arbeit auch begeistern kann!Unsere Anwerbeaktionen zeigen offenbar erste Wirkung und motivieren auch mich, weiter für dieses Netzwerk in der Fachöffentlichkeit zu ‚trommeln‘. Zu offensichtlich sind die Vorteile, vor allem auch durch die Aufwertung der eigenen Arbeit vor Ort; mit der Präsentation eines europäischen Fachverbandes für Gewaltberater/ – innen auf dem Briefpapier, der Mail, bei einem Vortrag oder während einer Vorstellung bei einer Behörde wird das eigene Anliegen gewichtiger. Qualitäts- und Aktualitätssicherung, immer auf dem neuesten Stand zu sein und der regelmäßige Austausch sind weitere wichtige Faktoren für ein professionelles Arbeiten. Und nicht nur zu guter Letzt: Gemeinsam sind wir echt stärker – eine alte Weisheit, an die wir uns wieder erinnern sollten.

Im Laufe des letzten Halbjahres ist wieder so viel an Themen aufgelaufen, dass wir uns nicht über Langeweile beklagen müssen; zu Recht sind wir am Ende eines Arbeitstages erschöpft, aber auch froh über die Ergebnisse, die wir zustande gebracht haben. So sind auch die kleinen Belohnungen am Abend in der Mainzer Altstadt mehr als verdient… der Wein wie immer köstlich, die Leckereien dazu schmackhaft und ‚ressourcen-füllend‘. Hubert hat auch diesen Teil unseres Treffens vorbildlich und fürsorglich vorbereitet.

Wie sich zeigt, gibt es vor allem zu folgenden Themen größeren Gesprächsbedarf:

  • Evaluation unserer Arbeitsweise – In diesem Zusammenhang gibt es erste Kontakte zu Hochschulen/Universitäten, bei denen es eine Nachfrage nach möglichen Themen im Rahmen von Masterarbeiten gibt, die unserem Bedürfnis nach einer finanzierbaren Überprüfung der Wirksamkeit unseres Vorgehens entgegenkommt. Wir haben dies als Projekt für das nächste Jahr ins Auge gefasst und werden unseren Bedarf konkretisieren und kommunizieren.
  • Qualitätssicherung – Andreas Vogel stellt uns ein Modell der ‚Prozessreflektion‘ für die Arbeit mit zugewiesenen Tätern vor.  Das Entscheidende an diesem Verfahren ist, dass ‚beratende‘ und ‚überprüfende‘ Stelle unabhängig voneinander existieren und arbeiten. Das für die Therapie notwendige Vertrauensverhältnis würde nicht gestört werden. Eine Projektgruppe wird Einzelheiten erarbeiten und vorschlagen.
  • Evaluation unserer Arbeit – Hier gibt es Ansätze für Kooperationen mit Universitäten und Hochschulen im Zusammenhang mit von StudentInnen zu leistenden Masterarbeiten….

Unsere nächsten Treffen werden wir vom 3.6. bis 6.6.12 am Attersee und vom 15. – 18.11.12 in der Schweiz abhalten, um diese Male näher an unseres KollegInnen vor Ort zu sein. Es ist vorgesehen, einen Nachmittag/Abend für Interessierte zu öffnen, zur Information und zum Austausch über unsere Arbeit… und es gibt mehr Zeit für persönliche Kontakte und Regeneration.

Die Visionen, die ich von dieser Tagung mitnehmen konnte, motivieren mich in großem Maße, mich weiterhin für die eupax/euline stark zu machen und einen meinen Kräften gemäßen Anteil an dieser ehrenamtlichen Arbeit zu leisten… – auch in der Hoffnung, dass andere es mir gleich tun.

Grüße von Wolfgang