Category: Täterhotline

Männergesundheitstag

Liebe Kollegen,

Gestern fand der erste Männergesundheitstag in Luxemburg statt und wurde von infoMann, einer luxemburgischen Beratungsstelle für Jungen und Männer organisiert und durch die Stadt Luxemburg gefördert.

Unser Kollege, Alex Kries, seines Zeichens Gewaltberater, ist einer der Köpfe, besagter Beratungsstelle.

An diesem ehrwürdigen Tag, war die Euline/Eupax durch den blauen Josef, himself, mit einem Informationsstand vertreten, um Werbung für die Euline in Deutschland und Luxemburg zu machen.

Leider war, erwartungsgemäss, der Besucheransturm noch riesig ausbaufähig, da das Thema Gesundheit und Gewalt nicht unbedingt Publikumsmagnete sind. Ich bin dennoch enttäuscht, dass solch eine Veranstaltung so wenig besucht wird.

Und doch war es eine wichtige Erfahrung für mich, in die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin froh, sie gemacht zu haben.  Hier auf dieser Veranstaltung habe ich gehört, dass Erfahrung aus gemachten Entscheidungen ensteht. Bei nächster Gelegenheit habe ich mir vorgenommen, selbst einen Vortrag über Euline/Eupax zu halten. Dieses Mal habe ich mich noch nicht getraut.

Ich konnte der Chancengleichheitsministerin eine Infomappe über die Eupax/Euline überreichen und einige wenige Worte mit ihr wechseln. Ich konnte dabei einen Umstand aus der Welt schaffen, der mich doch überraschte: „Sie kannte die Euline nicht und hatte noch nie etwas darüber gehört!“ Nun ist dem nicht mehr so und vielleicht trägt dieser kurze Kontakt irgendwann Mal Früchte!?

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Erfolgreiches eupax-Treffen in Tecklenburg / Großer TN-Kreis

Nach arbeitsreichen 4 Tagen und einem regen, spannenden und zeitweise auch anstrengenden Austausch von Informationen und Meinungen können wir auf ein erfolgreiches Treffen zurückblicken. Die große TN-Zahl und die Fülle an Themen erforderten ein Umdenken hinsichtlich unserer bisherigen Arbeitsform, was sich im Nachhinein als sehr produktiv und v.a. auch in Hinblick auf die Bedürfnislage vieler TN als Ressourcen schonender herausstellte. Es sei an dieser Stelle  allen TN noch einmal für ihren ehrenamtlichen Einsatz gedankt, besonders auch dafür, dass sie auf ein freies Wochenende verzichten und sich stattdessen um die gemeinnützigen Ziele und Belange der eupax verdient machen.

Ich möchte im Folgenden zunächst nur über zwei wichtige Ergebnisse unseres Treffens informieren. Zum einen haben wir anhand zweier konkurrierender Vorschläge über die Struktur der eupax diskutiert. Die Mehrheit konnte sich nicht für ein zentrales Büro mit einer bestellten Arbeitskraft erwärmen, die die laufenden Geschäfte tätigt, und zusätzlichen Regionaldirektionen, sondern entschied sich für eine demokratische Organisationsstruktur (s.u.).

Unbenommen davon sind Andreas V. und Joachim L. die rechtmäßig bestellten Geschäftsführer der gemeinnützigen GmbH eupax. Somit bleiben die juristischen und steuerrechtlichen Aufgaben in ihrer Verantwortlichkeit und sind in den Aufgabenfeldern nicht gesondert aufgeführt.

Des Weiteren verschafften wir uns einen Überblick über die bestehenden Arbeitsgruppen und gründeten neue in den Bereichen, die wir hinsichtlich Organisation und Aufgabenbewältigung für notwendig erachteten.(Schaubild 2)

Hier eine kurze Erklärung zur Struktur (siehe Schaubild 1):

Die drei nach außen größer werdenden Kreise sollen folgendes symbolisieren:

1.      den aktiven (Innen-)Kreis derer, die regelmäßig an eupax-Treffen teilnehmen, regelmäßig gestalterischen Einfluss nehmen und auf ihren halbjährlichen Treffen die notwendigen Aufgaben abstimmen, delegieren und bilanzieren (dies ist zurzeit ein kleiner, aber stetig wachsender Kreis);

2.      den erweiterten Kreis aller anderen Mitglieder, die die eupax durch ihren Beitrag unterstützen und sich sporadisch zu einzelnen Themen äußern bzw. ihr spezielles Wissen und ihre Erfahrungen auf unterschiedliche Art einbringen;

3.      die vorhandenen Arbeitsgruppen (Außenkreis), mit TN aus dem aktiven Kreis, als auch anderen Mitgliedern, die jeweils Interesse zeigen und sich an spezifischen Themenbereichen aktiv beteiligen möchten. Die Arbeitsgruppentreffen finden zusätzlich zu unseren halbjährlichen eupax-Treffen statt, organisiert durch die jeweiligen Koordinatoren. Die AGs besorgen sich Fachwissen und Unterstützung auch von Externen. Die Ergebnisse werden zwischendurch innerhalb der aktiven Mitglieder kommuniziert und auf den eupax-Treffen vorgestellt und abgestimmt bzw. zur erneuten Bearbeitung in die AGs gegeben.

Spezielle Arbeitsgruppen befassen sich mit der eupax-internen und externen Publikation von Entscheidungen, wichtigen Informationen und öffentlichen Stellungnahmen.

Schaubild 1

download 1: eupax Struktur Tecklenburg

download 2: Arbeitsgruppenübersicht eupax_Ansprechpartner

 

 

Ein männlicher Praktikant im Frauenhaus vermittelt anderes Männerbild

 

Mann kann auch anders  (Artikel in der WAZ vom 21.12.12)

Ein mutiger Versuch, der sich als ein Erfolg herausstellte. Frauenhaus-Leiterin Anne Meiworm: „Wir sind nicht auf einer Insel. Die Frauen sollen Normalität leben und lernen, Aufgaben zu bewältigen.“
Neben dem körperlichen und auch seelischen Schutz der Frauen und Kinder ist dies sicherlich auch ein wichtiger Aspekt: Sie wieder auf den Alltag vorzubereiten und ihnen zu zeigen, dass es weitaus mehr Männer gibt, die  vertrauensvolle, liebevolle, auf gegenseitigem Respekt beruhende Beziehungen zu ihren Mitmenschen pflegen als Schläger. Für die Kinder in dieser Umgebung ist das hinsichtlich ihrer zukünftigen Beziehungsgestaltung von immenser Bedeutung.

Wir gratulieren der Leiterin und den anderen Verantwortlichen für diesen mutigen Schritt!

 
W. Brandt
Gewaltberatung Hildesheim

 

 

Erfolgreiches Herbsttreffen der eupax/euline in Sulz-Glatt

Vom 4.-7. Oktober fand in dem beschaulichen Örtchen Glatt, im Schatten eines alten Wasserschlosses, das diesjährige Herbsttreffen der eupax statt, das wir nach ausgefüllten Arbeitstagen mit neuen Erkenntnissen, Ideen und Beschlüssen erfolgreich abschließen konnten.

Mit großer Freude nahmen wir die Gewaltberaterin Nathalie Dorn aus der Schweiz in den aktiven Kreis der eupax-Mitstreiter (und jetzt auch _innen) auf. Zuvor hatte sie sich schon im Arbeitskreis ‚Qualitätssicherung‘ engagiert und frischen Wind in die Männerrunde gebracht. Diese neue Energie hat uns auch bei unserer Arbeit in Sulz gut getan.

Am Samstag konnten wir dann weitere Gewaltberaterinnen aus der Schweiz begrüßen, die diese Gelegenheit wahrgenommen hatten, die Arbeit der eupax kennenzulernen und sich über die Vorteile und Konditionen einer Mitgliedschaft zu informieren. Ab sofort begrüßen wir einige neue Mitstreiterinnen und heißen sie herzlich willkommen. Wir freuen uns über diese neue Stärkung und Unterstützung!

In diesem Zusammenhang möchte ich noch einmal mittels eines Schaubildes die Bedeutung der eupax sowohl für die Mitglieder als auch für unser Ansehen in der (Fach-) Öffentlichkeit verdeutlichen.

Wolfgang

Erfolgreicher eupax/euline-Auftritt in Hildesheim

Die Präsenz per Info-Stand, Beratungen und Vorträgen des Hildesheimer Büros der eupax/euline (Wolfgang Brandt, PhaEmo®Praxis Hildesheim) bei der seit dem 9. November in der Hildesheimer Fachhochschule (HAWK) laufenden Ausstellung ‚Rosenstraße 76 – Häusliche Gewalt überwinden‘ stellt sich als ein großer Erfolg für den Bekanntheitsgrad der Hotline und für unseren Ansatz der Gewaltberatung/Tätertherapie vor Ort heraus. Zudem können vorhande Kontakte zu bestehenden Beratungsstellen, Kirchenvertretern_innen und offiziellen Stellen auf einfache, aber wirkungsvolle Weise erneuert, gestärkt und ausgeweitet werden. Angesichts unserer personalen ‚Stärke‘ in Hildesheim (One-man-Show) ein unschätzbares Gut!

Bei der Eröffnung der Ausstellung ‚Rosenstraße 76‘ in Hildesheim war natürlich auch die eupax/euline mit dem ‚blauen Mann‘ vertreten – unübersehbar am Eingang zu den Präsentationsräumen

Viele Gespräche mit Gästen der Ausstellung, mit Dozenten_innen und Studenten_innen (Hebammen, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, Soziale Arbeit, Soziales Management u.a.) verdeutlichen das große Interesse gerade auch dieser Berufsrichtungen und machen deutlich, wie wichtig diese Zielgruppen für eine Verbreitung der Hotline-Nummer sind. Als Folge werden weitere Vorträge über die Arbeit der eupax/euline im Rahmen von Seminaren vereinbart, die einen vertieften Einblick in unsere Gewaltberatungsarbeit ermöglichen sollen. Motiviert durch die starke Resonanz und die positiven Erfahrungen bei den bisherigen Informationsveranstaltungen bzw. -vorträgen sehe ich dieser Entwicklung mit großer Freude entgegen – knüpft dies doch an jahrelang erworbene Kompetenzen an, ohne von einem zwanghaften Rahmen eingeengt zu sein!

Viele Informationsgespräche mit Einzelpersonen entwickeln sich auch zu längeren Beratungsgesprächen, v.a. mit Menschen, die Gewalt erfahren haben und sich durch diese Ausstellung trauen, Kontakt aufzunehmen, sich mitzuteilen oder Unterstützung anzufragen. Allein schon aus diesem Grund hat diese Form der Präsentation ihren Sinn erfüllt.

Präsentation von Literatur und Werbematerial der eulne im Schaufenster einer Hildesheimer Buchhandlung als Ergänzung zur Ausstellung

Das Material der euline steht auf dem Info-Stand für Interessierte zur Verfügung, dazu Ausführungen über die Idee der Hotline, den Fachverband eupax und die EURIT Richtlinien zur Täterarbeit. Vor allem die Zusatzinformationen und die Infos kleineren Formats werden gern mitgenommen; endlich kann ich auch die Streichholzschachteln in großen Mengen unter die Leute bringen! Viele Studenten_innen habe Ideen, an welchen Orten sie diese verteilen können und kümmern sich darum.

Für das Schaufenster der Buchhandlung habe ich eine Literaturliste erstellt, die Bücher wurden besorgt und zusammen mit dem euline-Werbematerial präsentiert. Zur Zeit liegen mir noch keine Informationen hinsichtlich der Wirksamkeit dieser Maßnahme vor. Zu gegebener Zeit werde ich darüber berichten.

Zum Schluss eine persönliche Anmerkung: Die zeitlichen Anforderungen dieses Projekts sprengen bei weitem den Rahmen, den ich mir für die ehrenamtliche Arbeit für die eupax/euline gesetzt habe und ich bin abends nach 4-6-stündigen Gesprächen sehr erschöpft. Jedoch ist die Resonanz auf dieses Tun, sind die neuen Erfahrungen mit Gästen und Mitmachern_innen von unschätzbarem Wert für meinen Status vor Ort und meine Motivation, weiterzumachen. Und – so hoffe ich jedenfalls – werden sich auch in meiner Beratungs-Praxis in Form zahlreicher neuer Klienten_innen wiederspiegeln.

Wolfgang Brandt

PhaEmo®Praxis/ MännerPraxis Hildesheim

www.konflikt-gewaltberatung-hildesheim.de

My blog: http://wollinus51.wordpress.com/

Rosenstraße 79 – Ausstellung zu Häuslicher Gewalt

Gewalt geschieht in vertrauten Räumen. Rosenstraße 76 ist eine interaktive Ausstellung, in der die Besucherinnen und Besucher unterschiedlichen Formen häuslicher Gewalt begegnen. Auf den ersten Blick scheint man eine gewöhnliche Wohnung zu betreten. Anhand der Einrichtungsgegenstände und angehängter Beschreibungen wird schnell deutlich, dass die vertrauten vier Wände ein unbemerkter Ort des Schreckens sein können….

http://www.rosenstrasse76.info/

Eine gemeinsame Projektgruppe des Frauenwerks, der Männerarbeit und der Friedensarbeit im Haus kirchlicher Dienste haben die Präsentation der Ausstellung an verschiedenen Orten der Hannoverschen Landeskirche vorbereitet. Im Februar wird das Projekt mit der Ausstellung in Hannover vom 29. Februar bis 18. März 2012 eröffnet. Weitere Ausstellungsorte sind Osterode, Hildesheim, Buchholz und Emden.

Es gibt gutes pädagogisches Material dazu, das sich an Erwachsene und SchülerInnen ab Klasse 9 richtet.

In Hildesheim findet die Ausstellung vom 9.- 25.11.2012 in der HAWK statt. Das Zentrum für Gewaltberatung und Prävention Hildesheim wird durch Info-Stände und Vorträge die Interessen der eupax vertreten, die offizieller Kooperationspartner ist, und die euline als ein wesentliches Projekt der Täterarbeit vorstellen.

Weitere Infos über:

wolfgang.brandt@gewaltberatung.net