Wolfgang Brandt

Beiträge des Autors

„Gewalt macht Männer nicht glücklich“

Der Mitbegründer des InstitutoPromundo in Brasilien und sog. Gender-Aktivist Gary Barker ist der Meinung, dass eine ganze Gerneration junger Männer aus dem Kreislauf der Gewalt ausbrechen und Frauen solidarisch unterstützen will. Seit 1997 arbeitet er insbesondere mit jungen Männern vom Rand der Gesellschaft zu den Themen Gleichberechtigung und Gewalt – offenbar mit großem Erfolg.

In einem Interview für das Südwind-Magazin vertritt er die Meinung, dass die Gesellschaft keine Männer produziert, „für die Gleichberechtigung selbstverständlich ist. Sie (die Gesellschaft) scheint es eher darauf anzulegen, zornige, verantwortunglsose und gewalttätige Männer zu erzeugen. Aber Gewalt auszuüben macht Männer nicht glücklich“ führt er weiter aus.

Der Artikel ist nachzulesen im Internet unter

http://www.suedwind-magazin.at/start.asp?ID=245827&rubrik=31&ausg=201109

 

 

Informationsveranstaltung vor Master-StudentInnen in Hildesheim

Als  örtlicher Vertreter der Täterhotline euline habe ich vor kurzer Zeit per Mail mit der HAWK  Hildesheim (Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst) Kontakt aufgenommen. Von Seiten der Professorin Dr. Andrea Friedrich zeigte sich sofort ein großes Interesse an unserer Hotline und der damit verbundenen Gewaltberatungsarbeit. In einem längeren Telefongespräch deuteten sich schnell gemeinsame Interessen und Kooperationsmöglichkeiten an, die wir mit einer in kürzester Zeit vereinbarten Vortrags- und Diskussionsveranstaltung mit den frischen Master-StudentInnen des Studienganges Soziale Arbeit im internationalen und interkulturellen Kontext begonnen haben.

Die StudentInnen des Seminars  waren nicht nur mit großer Aufmerksamkeit dabei, sondern beteiligten sich sehr rege in der etwa 2-stündigen Veranstaltung und brachten sich mit vielen Anregungen, neuen Ideen, aber auch kritischen Anmerkungen ein. Die Arbeit in einer derart angeregten Atmosphäre hat mir großen Spaß gemacht und mich motiviert, weitere Aktionen dieser Art durchzuführen. Hier habe ich auch endlich einmal Anerkennung für unsere Arbeit gespürt! Des Weiteren werde ich die Erkenntnisse hinsichtlich unserer Arbeit verstärkt und gezielt in die interne Auseinandersetzung um eine Optimierung unseres Angebotes einbringen.

Nach dieser erfolgreichen Erst-Veranstaltung zeigte sich Dr. Friedrich hocherfreut über die Art der Performance und das dadurch angeregte Interesse auf Seiten der StudentInnen. Weitere Kooperationsveranstaltungen sind geplant.

Kein Entrinnen aus dem Gewaltkreislauf ohne kompetente Hilfe

Mann tötet Gattin und sich selbst (9.10.2011)     Familiendrama im Bezirk Gänserndorf: In Haringsee hat ein Mann (52) seine Ex-Ehefrau (47) erstochen. Nach der Tat erhängte er sich selbst. Das Paar lebte in Scheidung… (beide Meldungen in www.heute.at/news/oesterreich/noe).

Tirolerin stach Lebensgefährten nieder (10.10.2011)     Zu einer Bluttat ist es in der Nacht auf Montag in Wattens in Tirol (Bezirk Innsbruck-Land) gekommen. Laut Polizei stach eine 56-jährige Frau ihren 45-jährigen Lebensgefährten mit einem Küchenmesser nieder. Zuvor dürfte es ersten Ermittlungen zufolge zu einem Streit in der gemeinsamen Wohnung gekommen sein…

Auch so kann es enden, wenn Menschen es nicht schaffen, allein aus dem Gewaltkreislauf auszubrechen. Hier hilft nur professionelle Unterstützung.  Ein Anruf bei der euline kann insofern auch ein Leben retten, auf jeden Fall ist es der erste und schnellste Weg, sich Hilfe zu holen, ggf. auch anonym. So kann weitere Gewalt vermieden und die Opfer geschützt werden.