Jerry Faber

Ich werde in Kürze 52 Jahre alt, Luxemburger und bin mehr als die Hälfte davon verheiratet und bin therapeutisch und beraterisch in einer stationären Drogentherapie und in eigener Praxis tätig. Liebe hochwertiges, gutes Essen und geniesse gerne Rot- und mittlerweile auch Weissweine.

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  1. Regiotreffen der Laguiole- Gruppe von 2001- 2003 — 1 Kommentar

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Ein Täter meldet sich

Neben der Kontaktaufnahme mit der Euline, der Täterhotline, über´s Telefon, können sie uns ebenfalls per Mail, kontakt@euline.eu , erreichen. Herr F.A. aus W. hat sich an uns, mit folgender Mail, gewendet. Mit seiner Erlaubnis, publiziere ich sie an dieser Stelle.

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Sie um Ihre Hilfe bitten, denn ich habe ein Problem mit gewalttätigen Übergriffen auf meine Ehefrau. Ich werde diese kurz beschreiben: Wir streiten häufig, da wir uns über gewisse häusliche Dinge, so z.B. Ordnung des öfteren uneinig sind. Diese Streits sind in früheren Zeiten oft bis zu stark erhobenen Stimmen und Türenschlagen eskaliert. Zum ersten Mal übergriffig wurde ich im Oktober 2012. Ich war zu der Zeit beruflich stark gestresst, meine Frau mit ihrer Situation zuhause extrem unzufrieden – unsere Tochter war gerade erst knapp sieben Monate alt, meine Frau somit komplett ans Haus gebunden, was ihr nicht gefiel. Der Streit ging über ein Ordnungsthema, meine Frau stellte sich mit Baby unter dem Arm vor mir auf und schrie mir ins Gesicht. Im Reflex gab ich ihr eine Ohrfeige.
Danach folgte ein weiterer Übergriff im Dezember 2012, wiederum eine Ohrfeige. Ich war zu der Zeit beruflich stark gefordert, zugleich extrem unzufrieden in meinem Job und ohne Erfolg auf der Suche nach etwas anderem, was in einer Depression mündete. Im März 2013, nach wiederholten Suizidgedanken und wiederum häufigen heftigen Streitigkeiten – ohne körperliche Übergriffe, aber mit Gewalt gegen Gegenstände – rief meine Frau meine Eltern um Hilfe. (Ihre Mutter ist in den USA und steht deshalb ad hoc nicht zur Verfügung, der Vater ist verstorben). Diese berieten uns. Ich begab mich in eine Therapie und bekam eine schwache Dosis Psychopharmaka verschrieben, die ich inzwischen wieder abgesetzt habe. Darüber hinaus begaben wir uns gemeinsam in Eheberatung.
Der Frühling und der Sommer 2013 brachten infolgedessen vorübergehende Besserungen, was sicher auch daran lag, dass ich meine Arbeitsstelle verlor, eine Zeit lang bezahlten Freistellungsurlaub hatte und mich in der Folge selbständig machte. Es gab keine gewalttätigen Übergriffe bis zum September, als ich nach der Rückkehr von einer Geschäftsreise – wiederum wegen einer Diskussion über Ordnung – mehrere Tassen und Gläser an die Wand warf und unseren Esstisch umwarf.
Seitdem habe ich mich sehr zusammengenommen, was mir auch meine Frau bestätigt hat und es geht uns insgesamt viel besser als noch vor einem Jahr. Extrem eskalierende Streitigkeiten gibt es fast nicht mehr.
Dennoch kam es vergangene Woche wieder zu körperlichen Übergriffen meinerseits, die heftiger waren als je zuvor. Ich schlug meine Frau mit der Faust, rang sie zu Boden, würgte sie kurz und trat mehrmals auf ihr Gesäß ein. Nach einer Zeit ließ ich von ihr ab und schrie noch eine Weile herum. Unsere Tochter war glücklicherweise im Bett, so dass dies ihr immerhin erspart blieb. Meine Frau hatte große Angst, zog die Konsequenzen und ging mit unsere Tochter in ein Frauenhaus.
Ich war am nächsten Tag schockiert und verstört, sah jedoch zumindest eine Teilschuld bei den Provokationen und Beschimpfungen durch meine Frau. Diese sagte, ich sollte eine Therapie machen. Ich lehnte dies zunächst kategorisch ab, doch dann begann ich nachzudenken, recherchierte im Internet und stieß auf Ihre Seite. Der von Ihnen beschriebene Gewaltkreislauf entspricht exakt der Dynamik meiner Übergriffe. Ich habe deshalb begriffen, dass ich hier allein nicht herauskomme und bitte Sie um Ihre Hilfe. Bitte sagen Sie mir, was ich tun kann!
Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,

F.A.

2014

Liebe Kollegen,
Liebe Leser,

Ich wünsche euch/uns ein erfolgreiches und friedliches neues Jahr.

Während unserem letzten Eupaxtreffen in Mainz, hatte ich mir ja vorgenommen, erneut hier tätig zu werden, sprich mich an dieser Stelle zu Wort zu melden.

Neben den guten Vorsätzen, ist ja Sylvester und Neujahr auch die Zeit der Bilanzen und Rückblicke.
2013 war gewaltberaterisch gesehen eher ruhig. Anfang des Jahres hatte ich noch etliche Beratungen am Laufen, welche aber alle, bis auf eine beendet sind.

Insgesamt waren es 5 Klient_innen, die den Weg in meine Praxis gefunden hatten. Zwei kamen durch Mundpropaganda und zwei über die Euline zu mir. Ich mache eigentlich keine Werbung für meine Praxis, wenn ich mal meine Facebookpräsenz vernachlässige.
www.facebook.com/Phaemopraxis.Letzebuerg

3 Klient_innen hatte ich noch von 2012 übernommen; 2 Frauen und ein Mann. Eine Frau hat die Beratung abgeschlossen und eine hat nach einem Jahr abgebrochen. Sie war so zusagen rückfällig geworden und zu tiefst enttäuscht – von mir und unserer Arbeit. Leider gab sie mir und sich selbst keine Gelegenheit dies zu besprechen. Ich denke, dass sie unter einer BorderlineStörung leidet!?
Der verbleibende Mann kam phasenweise regelmässig und dann aber genauso unregelmässig; er meldete sich immer wieder, mit den verschiedensten Erklärungen und Entschuldigungen, ab. Dann bat er, mitte des Jahres, um eine Pause und meldete sich tatsächlich am Ende des Jahres, um die Beratung wieder aufzunehmen. Wir sehen uns jetzt in einem 14- täglichen Rythmus.

Dann hatte ich 2 neue Klienten; zwei Männer, einen Deutschen, mit türkischer Abstammung und einen Luxemburger mit italienischen Wurzeln. Beide Male war die Ehefrau das Opfer. Beide Männer wurden mir über die Euline vermittelt.

Leider erwuchsen aus diesen kurzen Kontakten keine längerfristigen Beratungen. Erster brach die Beratung nach 2 Sitzungen ab, angeblich aus finanziellen Gründen!?
Beim zweiten kam keine tragfähige Beziehung zustande. Obwohl wir nur 4 Treffen hatten, zogen sich diese zeitlich sehr lange hin.(Terminverschiebung u. Urlaub) Letztlich war er mir sehr feindlich gesonnen und machte mir böswillige Unterstellungen.

So starte ich nun mit einem Klienten ins neue Jahr und hoffe, dass es nicht der Einzigste bleibt.

Ich trage mich weiter mit dem Gedanken herum eine Gruppe anzubieten, für Klient_innen, die eine Therapie/Beratung abgeschlossen oder abgebrochen haben. Mal sehen!?

Ein berufliches Highlight aus 2013 möchte ich nicht unerwähnt lassen, da ich sehr stolz darüber bin. Vermutlich werden es die meisten bereits wissen, aber dennoch will ich es hier kundtun. Seit April 2013 mache ich Supervision bei Riicht Eraus, einer Gewaltberatungsstelle in Luxemburg. Wir hatten 4 Supervisionstreffen dieses Jahr und die machen mir sehr viel Spass. Für dieses Jahr sind weitere Treffen geplant.

Kollegiale Grüsse

Jerry

Ansonsten beansprucht mich und meine Frau unser Hausbau und der Verkauf unseres alten Hauses. Jetzt hatte der Bausektor Urlaub und nächste Woche geht’s wieder los.

Eupaxtreffen 11/2013 in Mainz

Am vergangenen Wochenende fand das zweite Treffen dieses Jahres der Gewaltberater und PhaEmoTherapeuten statt.

International war die Eupax durch drei Länder vertreten und auch zahlenmäßig fanden einige den Weg nach Mainz in den Erbacherhof, der bereits mehrmals als Austragungsort für unsere Treffen gedient hat.

Auch die Stadt Mainz hält kulturell immer etwas für uns parat. Durch die hervorragende Planung und Organisation von Hubert kam die Kultur und die Geschichte nicht zu kurz. Wir nahmen an einer ausführlichen und spannend kommentierten Führung im Issistempel teil.

Wie bereits an den vorhergegangenen Treffen kamen der kulinarische und oenologische Teil nicht zu kurz. Mainz beherbergt zahlreiche urige und gemütliche Weinlokale in welchen wir uns abends auf ein Glas zusammenfanden.

Immer auf der Suche die Euline/Eupax bekannt zu machen, hat sich Andreas Vogel etwas besonderes einfallen lassen, welches ihr unten auf der Seite bestaunen könnt. Wahrlich erstaunlich, was die Technik zustande bringt.

(Leider klappt es nicht mit dem Hochladen des Bildes)

Neben dem kulturellen und geselligen Teil haben wir hauptsächlich an drei Hauptpunkten gearbeitet, die wie folgt ausssehen:

  1. Mäannertelefon/Männerhotline
  2. Telefonberater
  3. Fachaustausch

Neben der Euline – Täterhotline – wird die Eupax ein weiteres Angebot auf die Beine stellen, nämlich das Männertelefon, welches männerspezifische Themen bedient und Männerberatung anbietet. Für Deutschland ist das Telefon bereits operational. www.maennertelefon.eu

Wegen technischer Schwierigkeiten konnten die Telefonberater keine Dienste mehr machen und so kam dieser Dienst zum Erliegen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht die „alten“ Hasen zu reaktivieren und neue Telefonberater hinzu zugewinnen.

Wir haben diskutiert, wie wir mit, in ihrer Kindheit, traumatisierten Menschen umgehen, die heute im Erwachsenenalter, bzw. bereits als Kinder gewalttätig werden. Es ist toll und bereichernd mit Fachkollegen sich austauschen zu können.

 

 

 

Männergesundheitstag

Liebe Kollegen,

Gestern fand der erste Männergesundheitstag in Luxemburg statt und wurde von infoMann, einer luxemburgischen Beratungsstelle für Jungen und Männer organisiert und durch die Stadt Luxemburg gefördert.

Unser Kollege, Alex Kries, seines Zeichens Gewaltberater, ist einer der Köpfe, besagter Beratungsstelle.

An diesem ehrwürdigen Tag, war die Euline/Eupax durch den blauen Josef, himself, mit einem Informationsstand vertreten, um Werbung für die Euline in Deutschland und Luxemburg zu machen.

Leider war, erwartungsgemäss, der Besucheransturm noch riesig ausbaufähig, da das Thema Gesundheit und Gewalt nicht unbedingt Publikumsmagnete sind. Ich bin dennoch enttäuscht, dass solch eine Veranstaltung so wenig besucht wird.

Und doch war es eine wichtige Erfahrung für mich, in die Öffentlichkeit zu gehen und ich bin froh, sie gemacht zu haben.  Hier auf dieser Veranstaltung habe ich gehört, dass Erfahrung aus gemachten Entscheidungen ensteht. Bei nächster Gelegenheit habe ich mir vorgenommen, selbst einen Vortrag über Euline/Eupax zu halten. Dieses Mal habe ich mich noch nicht getraut.

Ich konnte der Chancengleichheitsministerin eine Infomappe über die Eupax/Euline überreichen und einige wenige Worte mit ihr wechseln. Ich konnte dabei einen Umstand aus der Welt schaffen, der mich doch überraschte: „Sie kannte die Euline nicht und hatte noch nie etwas darüber gehört!“ Nun ist dem nicht mehr so und vielleicht trägt dieser kurze Kontakt irgendwann Mal Früchte!?

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Neuer Name

Liebe Kollegen,
Liebe Leser_innen,

Die MännerPraxis Lëtzebuerg gibt es nun etwas mehr als anderthalb Jahre. Eine sehr kurze Zeit, aber dennoch glaube ich entspricht der Name nicht mehr den aktuellen Gegebenheiten. Sollte er etwas provozierend die Männer ansprechen, könnte mann/frau auch eine Ausgrenzung der Frau hinein interpretieren, welches von mir weder gewünscht noch beabsichtigt war und ist.

Ich arbeite sehr gerne mit Frauen zu unseren Themen.

Nicht nur Frauen könnten den Eindruck bekommen ausgeschlossen, bzw. nicht angesprochen zu werden, sondern mann/frau könnte zwischen den Zeilen lesen und meinen, dass Frauengewalt inexistent ist. Dem ist nicht so.

Von diesen Überlegungen ausgehend gebe ich meiner Praxis den neuen Namen: PhaEmoPraxis® Lëtzebuerg(Luxemburg).

Der phänomenologisch- emotionale Ansatz nach Lempert-Wien/Hamburg ist eine Weiterentwicklung der Gewaltberatung nach dem Hamburger Modell(GHM) und Grundlage meiner therapeutischen Ausrichtung. Dies will ich klar nach Aussen kundtun. Ich arbeite nach den europäischen Richtlinien für Täterarbeit(Eurit).

Mich finden sie auch auf fb und meinem Blog:
www.facebook.com/PhaEmoPraxisLetzebuerg
http://jerryfaber.wordpress.com/

MfG

Faber Jerry(Gérard)

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